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35.000 Besucher – 20. Ziener BIKE Festival Willingen wieder ein voller Erfolg

Archivmeldung vom 22.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: © Henning Angerer
Bild: © Henning Angerer

Auch im 20. Jahr seines Bestehens schreibt das Ziener BIKE Festival Willingen weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Von Freitag bis Sonntag (19. bis 21. Mai) stand das waldeckische Upland aufs Neue ganz im Zeichen des Mountainbike-Sports und lockte – trotz zum Teil regnerischen Verhältnissen zu Beginn – wieder 35.000 Besucher ins Hochsauerland, die sich auf Deutschlands größter Outdoormesse über zahlreiche Produktneuheiten und Entwicklungen informieren konnten.

Bild: © Miha Matavz
Bild: © Miha Matavz
Bild: © Henning Angerer
Bild: © Henning Angerer

Rund 150 Aussteller sowie 300 Brands waren zum runden Jubiläum der Großveranstaltung vor Ort, um die Neuheiten der Saison vorzustellen, während mehr als 3.000 Aktive das bislang größte Sportangebot in der langen Geschichte des Festivals in Angriff genommen haben.

Neben dem Rocky Mountain BIKE Marathon, dem Aushängeschild europäischer Langdistanzrennen mit mehr als 1.800 Teilnehmern, fand mit dem Warsteiner Sauerland-Giro erstmals auch eine Straßenradsport-Veranstaltung statt.

Darüber hinaus wurden im Rahmen des SCOTT Upland Enduro zum ersten Mal Deutsche Meisterehren im MTB Enduro in Willingen vergeben. Außerdem kamen bei der Bosch eMTB Challenge powered bei Trek auch eMTB-Fans sowie beim Panaracer Gravel-Ride die Gravel-Fraktion auf ihre Kosten.

Der zweite Stopp des iXS European Downhill Cup, der CAMELBAK Pump Battle sowie die SCOTT Junior Trophy, einem Rennen für den Mountainbike-Nachwuchs rundeten das Angebot ab.

„Wir haben zum 20jährigen Jubiläum das umfangreichste Sportprogramm ins Leben gerufen, das es jemals in Willingen gegeben hat. Mit der Erweiterung des sportlichen Programms für Mountainbiker und der Öffnung zum Straßenradsport gehen wir hier in Willingen einmal mehr konsequent den nächsten Schritt. Außerdem zeigt die große Anzahl an Ausstellern, Teilnehmern und Besuchern, dass das Ziener BIKE Festival Willingen eines der Topp-Events der Fahrradbranche ist“, erklärte Mathias Ley, Geschäftsführer der mit der Gesamtorganisation und Vermarktung betrauten Hamburger Agentur Ley Events GmbH.

Elferink schnellste Dame auf der Marathon-Langdistanz

Simon Stiebjahn (GER) und Urs Huber (SUI) haben beim Ziener BIKE Festival Willingen für das knappste Ergebnis auf der Langdistanz des Rocky Mountain BIKE Marathon seit vielen Jahren gesorgt. Nach 130,04 km und 3.476 Höhenmetern fiel die Entscheidung um den Sieg erst im Sprintduell der beiden Team Bulls-Profis – mit dem besserem Ausgang für den Deutschen (5:22.54,9).

Dritter wurde mit 4:45 Minuten Rückstand der ehemalige Vize-Europameister Sascha Weber (GER; 5:27.40,09).

Stiebjahn hatte sich schon während des Rennens als Aktivposten im Feld der Favoriten präsentiert, um seine Chancen auf eine Topplatzierung beim Aushängeschild europäischer Mountainbike-Marathons zu wahren.

„Ich musste das Rennen von Anfang an hart machen, weil ich wusste, dass die Marathon-Spezialisten hinten raus stärker sind. Ich wollte ihnen weh tun, sodass sie vielleicht am Schluss Probleme haben. Die Taktik ist aufgegangen, auch wenn ich über mich selbst ein wenig überrascht bin, dass ich nicht hinten raus eingegangen bin“, so der 27-Jährige, der erstmals in Willingen am Start war.

Zumal die Strecke mit ihrer aufgrund des steten Auf und Abs durch das waldeckische Upland durch die Regenfälle des Vortages tief und aufgeweicht und damit noch schwerer zu bewältigen war.

Der von der anstrengenden Fahrt auf der Cross Country-lastigen Routenführung vom Matschspritzern gezeichnete Sieger erklärte weiter: „Ich bin natürlich glücklich, dass ich gewinnen konnte. Es war eine super Teamleistung. So kann es nach den bis dato verkorksten Monaten im Frühjahr weitergehen.“

Zuvor hatte sich die acht Mann starke Führungsgruppe nach 90 km geteilt, weil einige der Spitzenfahrer sich dazu entschieden, nach der mittleren Runde ihr Rennen zu beenden. Dadurch entwickelte sich auf den finalen 40 km über Musenberg, Titmaringhausen und Hoppernkopf an der Spitze ein spannender Dreikampf zwischen den Teampartnern Stiebjahn und Huber sowie Weber.

Zehn Kilometer vor Ziel musste dann allerdings der Craft-Rocky Mountain-Fahrer abreißen lassen, nachdem der spätere Sieger im vorletzten Anstieg vorbei an der Mühlenkopfschanze erneut attackiert hatte.

Der amtierende Schweizer Meister konnte das zwischenzeitliche Loch zu seinem Teamkollegen zwar wieder schließen und ging nach starkem Teamwork als Erster auf die relativ kurze Zielgerade, zog dann aber im Sprintduell mit 14 Hundertsteln Rückstand den Kürzeren.

„Das Wichtigste ist natürlich, dass einer von unserem Team gewonnen hat. Wir haben gesagt, dass der Stärkere gewinnen soll. Am Anfang des Sprints war ich noch in der besseren Position, habe dann aber nicht voll durchgezogen. Ich bin auch nicht so der Sprinter; aber Stiebi hat verdient gewonnen“, so Huber, der nach 2009 und 2010 bereits zum dritten Mal Zweiter beim prestigeträchtigen Marathon-Event im Hochsauerland wurde, für den in diesem Jahr erneut knapp 1.800 Teilnehmer auf den vier verschiedenen Distanzen gemeldet hatten.

Bei den Damen konnte Titelverteidigerin Hielke Elferink (NED) ihren Vorjahressieg in beeindruckender Manier wiederholen.

Die Craft-Rocky Mountain-Athletin, die bereits vor drei Wochen beim europäischen Saisonauftakt am Gardasee triumphiert hatte, bewältigte die lange Distanz in 6:50.21,84 Stunden und verwies damit Katrin Schwing (GER), Teamleaderin des gleichnamigen Rennstalls und Siegerin von 2013 mit mehr als 12:30 Minuten Vorsprung auf Platz zwei (7:02.51,94).

Richter und Putzenlechner Deutsche Meister MTB Enduro

Raphaela Richter und Leonhard Putzenlechner haben sich im Rahmen des SCOTT Upland Enduro-Rennens, das beim 20. Ziener BIKE Festival Willingen ausgetragen wurde, zu den neuen Deutschen MTB Enduro Meistern gekrönt.

Richter konnte damit auf den sechs Wertungs-Abschnitten im waldeckischen Umland ihren Titel erfolgreich verteidigen.

Bereits im Vorjahr hatte die 19-jährige Radon Factory DH Racing-Athletin beim BIKE Festival in Willingen triumphiert, heute sicherte sich die letztjährige Gesamtsiegerin der U21 Enduro World Series Platz eins in der Kategorie Elite Women mit der Gesamtzeit von 12:26.64 Minuten.

Damit war Richter, die auf allen Stages des Rennens die Bestzeit hinlegte, mehr als 40 Sekunden schneller als Canyon Factory Enduro Team-Fahrerin Ines Thomas (13:07.33), die 2014 die erste Deutsche Meisterschaft für sich entschieden hatte.

„Der große Vorsprung hat mich schon überrascht. Ich kann mir eigentlich nicht erklären, wo ich so viel Zeit gut gemacht habe. Aber es gibt schlimmeres“, erklärte Richter nach ihrem Husarenritt durch Nordhessen mit einem Grinsen.

„Ich denke, dass es ein Vorteil für mich war, dass die Stages recht kurz waren, sonst hätte es bestimmt noch einmal anders ausgesehen“, ordnete die dominierende Fahrerin des Tages das Ergebnis dann noch ein.

Rang drei ging an Veronika Brüchle vom Stevens MTB Racing Team (13:16.46).

Bei den Herren ging es – anders als bei den Damen – im Kampf um die Krone ungleich spannender zu.

Während in der Eliteklasse der Neuseeländer Joseph Nation vom Bergamont Factory Enduro Team die Bestzeit hinlegte (10:46.27), überraschte Leonhard Putzenlechner die Top-Favoriten als Zweiter des Klassements (10:53.61), dem damit als bestplatzierten Deutschen der Titel zugesprochen wurde.

Weniger als eine Sekunde trennte den 24-Jährigen vom entthronten Titelverteidiger Christian Textor (10:54.68).

Allerdings profitierte der Oberpfälzer auch von einem Fahrfehler des Team Bulls-Athleten, der auf der fünften Stage gegen einen Baum knallte.

„Da habe ich dann kurzzeitig Sternchen gesehen. Es ist natürlich ärgerlich, dass so ein Fehler am Ende den Sieg kostet. Aber ich bin nicht enttäuscht, ich habe schon damit gerechnet, dass wieder schnelle Jungs mit am Start sind und ich an mein Limit gehen muss. Wenn man das macht, passieren eben auch Fehler. Aber es sei Leo absolut gegönnt, er hat heute das bessere Rennen gefahren“, analysierte Textor nach der Zielankunft.

Dementsprechend glücklich präsentierte sich Putzenlechner: „Ich bin echt überrascht, weil ein paar wirklich gute Namen am Start waren. Ich habe mich aber gut gefühlt. Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich als Außenseiter mit einem freieren Kopf entspannt starten konnte.“

Rang drei der Deutschen Meisterschaften ging an Andre Kleindienst vom Bergamont Leatt Powerd by Hayes Factory Team (11:11.55), der hinter dem tschechischen Top-Fahrer Michal Prokop von Ghost Factory Racing RIOT (11:03.83) Gesamtfünfter wurde.

Slowenen Hrastnik und Zabjek gewinnen Willingen Downhill

Der letzte Event des 20. Ziener BIKE Festival Willingen war fest in slowenischer Hand. Nachdem Monika Hrastnik und Jure Zabjek bereits gestern die Qualifikation auf dem ehemaligen Weltcup-Kurs dominiert hatten, setzten sich die beiden Favoriten auch im heutigen Super-Finale des zweiten Stopps des iXS European Downhill Cup durch.

Damit machte Zabjek, im Dienste des Unior Tools Team, genau da weiter, wo er bei seinem Auftaktsieg der Rennserie vor zwei Wochen in Kranjska Gora aufgehört hatte.

Der Europameister von 2015, der als Letzter auf den schnellen Track im Upland gegangen war, pulverisierte die bis dato geltende Bestzeit des Neuseeländers Matthew Walker vom Cube Global Squad (2:13.296) in 2:12.617 Minuten.

„Die Woche war wirklich super. Ich freue mich sehr über meinen zweiten Sieg in Serie“, so der amtierende slowenische Downhill-Meister nach seiner erneuten Machtdemonstration.

Rang drei ging an den Tschechen Stanislav Sehnal von Banshee Bikes (2:14.019), der beim Saisonauftakt das Podium als Siebter verpasst hatte.

Bei den Damen bewältigte Hrastnik die 1.650 Meter lange Strecke auf dem Ettelsberg in 2:32.861 Minuten und setzte sich damit deutlich gegen die internationale Konkurrenz durch.

Team Cube-Racerin Sara Böhm (GER; 2:35.773) und die Portugiesin Filipa Peres von MS Racing (2:38.004) belegten hinter der Blackthorn-Fahrerin, die zum ersten Mal auf der Europa Cup-Tour gewinnen konnte, Rang zwei bzw. drei.

„Ich freue mich sehr über meinen Sieg. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich wusste, dass ich schnell bin, wenn ich keine Fehler mache. Das ist mir zumindest im zweiten Teilstück hervorragend geglückt“, erklärte Hrastnik im Zielbereich.

Allerdings gab es mit Valentina Höll sogar eine Dame, die noch schneller als Hrastnik war (2:32.096). Das Megatalent aus Österreich von Sram TLD Racing wurde jedoch in der U17 Kategorie gewertet.

Quelle: Ziener BIKE Festival Willingen

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