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Brodehl: Ministerin Prien wartet auf Sozialatlas statt Brennpunktschulen zu fördern

Archivmeldung vom 14.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dr. Frank Brodehl (2018)
Dr. Frank Brodehl (2018)

Bild: AfD Deutschland

Auf der „Bildungsbonus“-Veranstaltung an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel zeigte Ministerin Prien einmal mehr, dass sie Schulen an sozialen Brennpunkten zwar besonders fördern möchte – allerdings erst ab 2019, wenn ihr Haus einen ‚Sozialatlas‘ fertiggestellt hat. Mit diesem sollen Brennpunktschulen und deren Bedarfe erst identifiziert werden.

Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu: „Wo sich in Schleswig-Holstein Brennpunktschulen befinden, und welche besondere Unterstützung sie benötigen, müsste Bildungsministerium Prien doch nun wirklich schon längst bekannt sein. Schließlich haben viele dieser Schulen ihr Ministerium wieder und wieder auf die eigene Notlage hingewiesen. Weil das Bildungsministerium keine Abhilfe schaffte, haben drei dieser Schulen bereits im Sommer 2017 den Verein ‚Schulen am Wind‘ gegründet, um über diesen nun auch die Öffentlichkeit auf ihre prekäre Lage und ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Dass Ministerin Prien dessen ungeachtet immer noch auf die Fertigstellung eines ‚Sozialatlas‘ pocht, und nicht vor 2019 Mittel an die Schulen fließen lassen möchte, ist ein Skandal.

Ebenso wenig wie die Art der Hilfe, die sie für 2019 in Aussicht gestellt hat:  besondere Fortbildungen für Schulleitungen, eine Aufstockung der Kollegien und mehr Unterstützung durch Sozialarbeiter – wobei die Ministerin einen Schwerpunkt auf Grundschulen legen und Schulen im ländlichen Raum berücksichtigen will.

Dabei liegen die eigentlichen Brennpunktschulen zu allermeist in den Großstädten und sind Gemeinschaftsschulen. Und was diese am allermeisten und sofort benötigen sind: kleinere Klassen  mit  maximal  18  bis  20  Schülern. Denn nur so können Lehrkräfte denhohen Beratungs- und Betreuungsaufgaben gerecht werden, die sie pro Klasse erfüllen müssen.

Wenn Ministerin Prien auf Studien verweist, nach denen kleine Klassen keinen größeren Bildungserfolg brächten als große Klassen, geht das am eigentlichen Problem vorbei. Es geht nicht primär um Leistung, sondern darum, dass Unterricht überhaupt möglich ist. Ministerin Prien schränkt ihre Aussage ja selbst ein: Durch kleine Klassen werden ‚Lehrkräfte von allem anderen entlastet, was außerhalb des Unterrichts liegt: Gespräche mit Eltern und der Jugendhilfe zum Beispiel‘. Genau darum geht es! Von daher ist es unverantwortlich so zu tun, als ob die Klassengröße zweitrangig wäre.“

Quelle: AfD Deutschland

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