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De Maizière will Kampf gegen Einbrecherbanden verschärfen

Archivmeldung vom 04.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will angesichts steigender Wohnungseinbruchzahlen den Kampf gegen Kriminelle und Banden verstärken. In einem Interview mit "Bild" sagte der Minister: "Wir müssen materielle Anreize für die Bürger schaffen, damit sie den Einbruchschutz in ihrem Haus oder ihrer Wohnung verbessern. Die Sicherungsmaßnahmen müssen steuerlich absetzbar sein."

De Maizière erklärte, die Einbruchszahlen seien 2014 weiter gestiegen. "Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt in den letzten Jahren stark an. 2013 hatten wir 150.000 Wohnungseinbrüche. Zum Vergleich: Anfang der 90er-Jahre waren es 250.000 Einbrüche, vor einigen Jahren unter 100.000. Die Zahlen für 2014 liegen noch nicht alle vor, aber klar ist schon jetzt, die Wohnungseinbruchsdiebstähle nehmen weiter zu", sagte der Innenminister.

Zugleich kündigte de Maizière mehr Präventionsmaßnahmen an. Man müsse "auf neue Polizeimethoden, wie das sogenannte `predictive policing`, also die Vorhersage von Tatmustern auf der Grundlage der Auswertung von Massendaten, setzen." Bei der Methode werden Daten zum Vorgehen von Einbrecherbanden gesammelt und ausgewertet, um Vorgehensweisen vorhersagen und Verbrechensmuster erkennen zu können. Dabei gehe es auch um stärkere internationale Zusammenarbeit. "Den größten Erfolg gegen international agierende Banden erzielt man durch die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und dem Bund sowie der internationalen Zusammenarbeit. Nur so können wir den gut organisierten internationalen Einbruchsbanden langfristig das Handwerk legen", sagte der Innenminister.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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