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AfD-Jugendverband bundesweit vor Spaltung

Archivmeldung vom 21.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Junge Alternative (JA) Logo
Junge Alternative (JA) Logo

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Jugendverband der AfD "Junge Alternative (JA)" mit rund 1.800 Mitgliedern steht vor der Spaltung. Die weniger radikalen Kräfte im Bundesvorstand planen, mehrere Landesverbände aus der JA abzugliedern und von der Partei als neue Jugendorganisation anerkennen zu lassen, berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" unter Berufung auf Parteikreise. Damit würden die radikalen Landesverbände ihre Anbindung zur Mutterpartei AfD verlieren.

Der AfD-Bundesvorstand wird sich am kommenden Montag mit der Jugendorganisation befassen. "Es gibt die Möglichkeit, die JA oder einzelne Landesverbände von der AfD abzulösen", sagte Partei-Vize Georg Pazderski den Zeitungen. "Die rechtsradikalen Umtriebe in der JA haben ein Maß erreicht, das der AfD schadet", so der JA-Vizechef Nicolai Boudaghi aus Nordrhein-Westfalen. "Und wenn die JA der AfD schadet, dann muss sie weg", so Boudaghi weiter. Die Richtungskämpfe in der Organisation seien nach der Beobachtung dreier Landesverbände durch den Verfassungsschutz (VS) weiter eskaliert – nach Niedersachsen (inzwischen aufgelöst) und Bremen werde die JA nun auch in Baden-Württemberg beobachtet, berichten die Zeitungen. Am vergangenen Wochenende hat sich die JA Baden-Württemberg deswegen gespalten.

Auch der frühere JA-Chef Markus Frohnmaier plädiert für einen Neuanfang. Die Marke JA sei verbrannt. "Eine vom Verfassungsschutz beobachtete Jugendorganisation ist nicht attraktiv für junge Menschen", so der Bundestagsabgeordnete. Die Partei müsse jetzt konsequent reagieren. Zunächst müsse aber der Verfassungsschutzbericht ausgewertet werden. Details über die Beobachtung im Südwesten lägen noch nicht vor. "Der VS kann auch dafür benutzt werden, unliebsamen politischen Wettbewerbern zu schaden", so Frohnmaier.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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