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Der SSW will Schulwahlen in Schleswig-Holstein einführen

Archivmeldung vom 28.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: SSW
Bild: SSW

Das forderte Hauptausschuss des Südschleswigschen Wählerverbandes auf seiner gestrigen Sitzung in Flensburg. Die Initiative zur einstimmig verabschiedeten Resolution kam vom Jugendverband der Partei, dem SSW-Ungdom, dessen Landesvorsitzender Mats Rosenbaum auf gute Erfahrungen in Skandinavien verwies.

Dort fänden Schulwahlen bereits seit 1989 statt und hätten sich als "hervorragendes Mittel der demokratischen Bildung" erwiesen, so Rosenbaum.

"Durch Schulwahlen erhalten Schülerinnen und Schülern schon in jungen Jahren die Möglichkeit sich aktiv mit politischen Inhalten und politischen Wahlen auseinanderzusetzen", warb er für die Initiative seines Jugendverbandes.

Demnach sollen an den Schulen im Land künftig alle zwei Jahre fiktive Landtagswahlen ausgerichtet werden. Für die Organisation und fachliche Unterrichtsbegleitung soll der Wipo-Unterricht zuständig sein, für den Wahlkampf die Jugendparteien selbst. Auf diese Weise will der SSW gewährleisten, dass die Schulwahl einen klaren Fokus auf die junge Zielgruppe und dessen Themen hat und damit mehr ist als "nur ein weiteres Stimmungsbild unter den U18-Jährigen", betonte Rosenbaum.

Eine derart praxisorientierte Befassung mit Landespolitik trage auch zur Stärkung der Demokratie insgesamt bei, sagte der Jugendpolitiker. Dies sei gerade in Zeiten, in den rechtsextremistische und antidemokratische Parteien Zulauf bekämen, richtig und wichtig.

Da die Schulwahlen am WiPo-unterricht angedockt werden sollen, wird sich das Angebot zunächst an Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse richten. Durch den zweijährigen Rhytmus der Schulwahlen soll gewährleistet werden, dass alle Jugendlichen an mindestens einer Schulwahl teilgenommen haben, bevor sie an ihrer ersten echten Landtagswahl teilgenommen haben.

Perspektivisch sollen künftig auch Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse an den Schulwahlen teilnehmen können. Der SSW-Hauptausschuss bekräftigte nämlich zugleich seine Forderung nach einer Einführung des WiPo-Unterrichts ab der 7. Klasse.

Quelle: SSW

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