Reichinnek wirft Spahn in Maskenaffäre Verantwortungslosigkeit vor
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek wirft Unionsfraktionschef Jens Spahn in der Maskenaffäre Verantwortungslosigkeit und schlechten Stil vor. "Er gibt zu, Fehler gemacht zu haben, aber die Verantwortung dafür will er nicht übernehmen", sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". "Es geht hier aber um Milliarden von Steuergeldern."
"Bei Bürgergeldempfängern fordert er gnadenlose Härte, wenn sie mal
einen Termin nicht wahrnehmen, bei eigenen Verfehlungen will er aber
nicht so genau hingucken." Das sei nicht nur schlechter Stil, das sei
eines Fraktionsvorsitzenden der Kanzlerpartei unwürdig, sagte die
Linken-Politikerin.
Wenn Spahn und die Union nichts zu verbergen
hätten, würden sie einem Untersuchungsausschuss zustimmen. "Stattdessen
lassen die Verschleierungsversuche des unionsgeführten
Gesundheitsministeriums Spahns Entscheidungen umso verdächtiger
erscheinen", so Reichinnek.
Grünen-Fraktionschefin Britta
Haßelmann erhob in der Maskenaffäre unterdessen Vorwürfe gegen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). "Gesundheitsministerin
Warken muss erklären, weshalb ausgerechnet die Passagen im
Sudhof-Bericht geschwärzt wurden, die Jens Spahns Rolle beleuchten",
sagte Haßelmann der "Rheinischen Post".
"Aufklärung und
Transparenz sind notwendig, wann versteht das endlich auch die CDU?",
fragte Haßelmann. "Spätestens mit den neuen Enthüllungen muss Jens Spahn
erklären, wie und warum er persönlich so eng in die Maskendeals
eingebunden war. Anstatt sich über kritische Nachfragen zu beschweren,
sollte er jetzt endlich für Aufklärung sorgen und Verantwortung für
seine Entscheidungen übernehmen", sagte Haßelmann.
Quelle: dts Nachrichtenagentur