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Arbeitgeber strikt gegen SPD-Forderung nach Bürgerversicherung

Archivmeldung vom 11.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Papier ässt sich wegwerfen.
Papier ässt sich wegwerfen.

Bild: pixelio.de, S. Hofschläger

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erteilt der SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung eine Absage. "Um den künftigen Herausforderungen in der Krankenversicherung gerecht zu werden, bedarf es nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung, der die Kosten dämpft", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

"Gesundheit und Heilung sind so vielfältig wie die Menschen selbst, deshalb wäre eine Einheitskasse der falsche Weg." Die SPD betreibe "Etikettenschwindel". Was sie vorschlage, sei in Wirklichkeit "eine Anti-Bürgerversicherung". Kramer warnte vor weitreichenden Folgen im Fall eines Systemwechsels. "Die Vorschläge der SPD würden für die Patienten schlechtere medizinische Versorgung und höhere Kosten bedeuten", sagte er.

"Schlechte Beispiele dafür gibt es in anderen Ländern zuhauf, beispielsweise in Großbritannien. Gleichmacherei statt Wettbewerb hat nichts mit Zukunftsfähigkeit zu tun." Eine neue Bundesregierung müsse die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken, indem sie den Arbeitgeberbeitrag weiterhin bei 7,3 Prozent festschreibe. Die Forderung nach einer paritätischen Gesundheitsfinanzierung müsse unter Einbeziehung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall betrachtet werden. "Insofern: Finger weg von unserem bewährten und erfolgreichen dualen System", forderte Kramer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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