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Karliczek: Wir stärken die Antisemitismusforschung

Archivmeldung vom 07.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bundesministerin Anja Karliczek (re.) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein.  Bild: "obs//BMBF/Hans-Joachim Rickel"
Bundesministerin Anja Karliczek (re.) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein. Bild: "obs//BMBF/Hans-Joachim Rickel"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt die Antisemitismusforschung in Deutschland. Dazu werden ab dem kommenden Jahr Forschungsverbünde gefördert. Eine entsprechende Förderbekanntmachung wurde am heutigen Dienstag veröffentlicht.

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Der wachsende Antisemitismus ist eine Gefahr für unser friedliches Zusammenleben. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Antisemitismus ist Gift für unsere Gesellschaft. Wir müssen uns Extremismus und Hass entgegenstellen und als Gesellschaft zusammenstehen. Wir müssen unsere Demokratie mit ganzer Kraft vor Antisemitismus und Rechtsextremismus schützen. Bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe sind alle gefordert: die staatlichen Institutionen ebenso wie jede und jeder Einzelne.

Die Bundesregierung kämpft entschlossen gegen jede Form von Hass, Rassismus und Antisemitismus. Mein Ministerium will noch stärker dazu beitragen, dass wir die Ursachen und die Erscheinungsformen von Antisemitismus besser verstehen. Wir müssen besser wissen, wo und wie er auftritt, worauf er zurückzuführen ist und wie wir ihn wirksam bekämpfen können. Forschung ist die Grundlage einer wirksamen Prävention.

Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir die Antisemitismusforschung mit einer neuen Förderrichtlinie stärken. Wir wollen zum Beispiel interdisziplinäre Forschungsvorhaben fördern, die Ursachen und Verbreitung von Antisemitismus praxisbezogen untersuchen und geeignete Gegenmaßnahmen entwickeln. Dafür stellt mein Ministerium bis zu 12 Millionen Euro von 2021 bis 2025 bereit.

Wir müssen Antisemitismus wirksam bekämpfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig stärken. Dabei hilft uns Entscheidungswissen. In unserem Rahmenprogramm 'Gesellschaft verstehen - Zukunft gestalten' haben wir die Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt deshalb zu einem Schwerpunkt gemacht.

In diesem Zusammenhang fördern wir die Forschung zu gesellschaftlicher Radikalisierung umfassend. So wird unter anderem das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt in den nächsten Jahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutende Trends und Entwicklungen sowie ihre historischen Ursachen analysieren."

Der Beauftragte der Bunderegierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, betont: "Die neue Forschungsförderrichtlinie ist ein wichtiger Baustein unserer Gesamtstrategie gegen Judenhass. Sie wird dazu beitragen, das Wissen über seine Entstehung und Verbreitung zu verbessern und zu vernetzen, sodass wir Antisemitismus noch gezielter bekämpfen können."

Hintergrund:

Antisemitismusforschung ist keine eigene Wissenschaftsdisziplin, sondern ein interdisziplinäres Querschnittsthema. So forschen zum Beispiel Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geschichts- und Literaturwissenschaften, der Philosophie, Theologie oder Jura an antisemitischen Erscheinungsformen.

Ziel der neuen Förderlinie ist es, die Antisemitismusforschung in Deutschland zu stärken und in der deutschen Forschungslandschaft besser zu verankern. Dafür soll die bislang oft unverbundene Forschung in verschiedenen Disziplinen und Forschungsfeldern interdisziplinär und standortübergreifend enger miteinander vernetzt werden. Die Förderung soll dazu beitragen, Grundlagen für längerfristige, über den Förderzeitraum hinausreichende, Forschungskooperationen zu schaffen.

Mit der neuen Förderlinie wird sowohl die Grundlagenforschung als auch die anwendungsbezogene Forschung unterstützt. Mit den Projekten der Grundlagenforschung sollen insbesondere Ursachen und Folgen von Antisemitismus mit dem Ziel geeigneter Gegenmaßnahmen untersucht werden. Projekte der anwendungsbezogenen Forschung haben konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen gegen Antisemitismus z. B. für Behörden und die Zivilgesellschaft zum Ziel.

Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung kann Antworten auf gesellschaftliche Fragestellungen geben. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen und Systeme und sie erarbeitet Orientierungs- und Handlungswissen über die Gesellschaft. Mit dem Rahmenprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften "Gesellschaft verstehen - Zukunft gestalten" fördert das BMBF die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung bis 2025 mit rund 700 Millionen Euro.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (ots)

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