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Union will an Wachstumspolitik festhalten

Archivmeldung vom 04.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Union will trotz neuer Grundsatzdiskussionen über mögliche Grenzen des Wachstums an einer Politik zur Steigerung des Bruttoinlandsprodukts festhalten. "Wir in der Union beharren darauf, dass wir Wachstum und materiellen Wohlstandsgewinn benötigen, um die großen Zukunftsherausforderungen - vom demografischen Wandel über die Ökologie bis zur Staatsverschuldung - bestehen zu können", sagte der Unionsobmann in der Bundestags-Enquetekommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität", der CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein, im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

In dem Doppelinterview mit Nüßlein und der Grünen-Obfrau in der Enquetekommission, der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae, wandte sich Nüßlein dagegen, "dass wir ein sicherlich begrenztes Wachstumspotenzial weiter aktiv begrenzen müssen. Das ist dieses verfehlte Verzichtsdenken der Grünen, die das Wachstum noch weiter reduzieren wollen, weil man ja die Welt retten müsse. Nein, wir müssen überlegen, wie wir mit einem objektiv begrenzten Wachstum klarkommen." Man könne, so Nüßlein, "doch nicht sagen, der Wohlstand in Deutschland müsse reduziert werden. Wir brauchen Wachstum. Denn was wir in Deutschland technisch machen, um etwa das Klima zu schützen, das lässt sich nur dann exportieren, wenn wir den Chinesen und anderen zeigen können, dass Klimaschutz nicht mit Wachstums- und Wohlstandsverlusten einhergeht." Man könne Schwellenländern "nicht mit Verzicht kommen", sagte Nüßlein.

Hingegen kritisierte Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, in dem Doppelinterview, dass sich die Union "von der FDP mit deren überholter Wachstumsfixierung ausbremsen" lasse. Auf Nüßleins Vorwurf, die Grünen wollten das Wachstum aktiv begrenzen, sagte Andreae: "Das ist doch Kappes, wir Grünen wollen das Wachstum doch gar nicht aktiv begrenzen." Vielmehr, so Andreae, gehe es den Grünen darum, "dass der Zustand der Natur und die Knappheit vieler Ressourcen dem Wachstum natürliche Grenzen setzen, und wir fragen, wie man das Wachstum entkoppeln kann vom Ressourcenverbrauch und der Zerstörung der Natur". Darüber werde "in der Gesellschaft intensiv diskutiert". Dies jedoch wird laut Andreae in der Enquetekommission nicht genügend thematisiert: "Ich habe den Eindruck, dass wir mit unseren Diskussionen Gefahr laufen, hinter der gesellschaftlichen Debatte zurückzubleiben. Viele Bürger, viele Forschungsinstitute diskutieren über diese Themen sehr offen, auch die Kanzlerin will mit den Bürgern jetzt einen `Zukunftsdialog` führen, und es wäre dramatisch, wenn die Enquetekommission dabei abgehängt würde."

Umfrage: Manager beklagen Langfrist-Folgen der Finanzkrise

Viele Führungskräfte in deutschen Unternehmen glauben, dass die große Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 noch immer nachwirkt - obwohl die deutsche Wirtschaft insgesamt sich von der Krise überraschend schnell erholt hat. So sind 61 Prozent der Manager der Ansicht, dass ihre Firmen seit der Krise weniger Risiken eingehen; 59 Prozent berichten von einem erschwerten Zugang zu privaten Kapitalgebern. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der amerikanische Mischkonzern General Electric vom Marktforschungsunternehmen StrategyOne unter 2800 Führungskräften in 22 Industrie- und Schwellenländern durchführen ließ - und deren noch unveröffentlichten Ergebnisse für Deutschland der in Berlin erscheinenden "Welt am Sonntag" (ET 5. Februar) vorliegen. Im internationalen Vergleich aber sehen Manager aus Deutschland die Situation durchweg positiver als ihre Kollegen in anderen Ländern. So berichten 42 Prozent der Befragten in Deutschland von geringeren Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE); unter allen Befragten dagegen lag der entsprechende Anteil bei 56 Prozent.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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