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20 Jahre nach dem Coming Out: Klaus Wowereit ist stolz auf sein spontanes öffentliches Bekenntnis

Archivmeldung vom 08.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Klaus Wowereit (2012), Archivbild
Klaus Wowereit (2012), Archivbild

Foto: Superbass
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Klaus Wowereit ist noch heute stolz auf sein öffentliches Coming Out, das sich an diesem Donnerstag zum 20. Mal jährt. "Ich denke, dass es richtig war, in die Offensive zu gehen und bin auch ein bisschen stolz darauf, was das für andere bewirkt hat", sagte Wowereit im Interview mit dem "Tagesspiegel".

Den legendären Satz "Ich bin schwul und das ist auch gut so" habe er vorher nicht formuliert: "Der kam spontan." Das Coming Out sei an sich von ihm aber vorbereitet gewesen, selbst wenn ihn einige Berater davon abhalten wollten. In seinen jungen Jahren hätte er es sich allerdings niemals vorstellen können, dass er sich "am Ende auf diese Weise vor Millionen von Menschen outen und mit meinem Outing berühmt werden würde".

Wowereit war damals der erste Spitzenpolitiker in Deutschland, der öffentlich zu seiner Homosexualität stand. In dem Interview äußert sich der ehemalige Regierende Bürgermeister der SPD auch kritisch zur Debatte um Identitätspolitik: "Dass man sich nicht nur um kleine Randgruppen kümmern soll, sondern mal wieder die Norm oder die Mehrheit im Blick behalten müsse, ist eine völlig kontraproduktive Diskussion", kritisiert Wowereit im "Tagesspiegel".

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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