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Kultusminister legen erste Digital-Strategie vor

Archivmeldung vom 10.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Die Kultusministerkonferenz hat erstmals eine umfassende Strategie zur "Bildung in der digitalen Welt" vorgelegt. Im Entwurf des Papiers, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt, formulieren die Chefs der Bildungsressorts, wie sie etwa den Unterricht, die Lehrerausbildung und die Nutzung von Bildungsmedien den "Herausforderungen der Digitalisierung" anpassen wollen.

So heißt es in dem 40-Seiten-Papier, das auch dem Bundesforschungsministerium vorgelegt wird, "neben die traditionellen Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben" trete nun "der kompetente Umgang mit digitalen Medien". Der Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht sei kein Selbstläufer, schreibt die Kultusministerkonferenz (KMK), "ebenso wenig wie der Besitz eines Smartphones schon zu mehr Bildung führt". Schwerpunkte der Strategie sind die Unterrichtsgestaltung und Weiterentwicklung der Lehrerausbildung. Die KMK sei der Auffassung, "dass zumindest in den weiterführenden Schulen mittelfristig jede Schülerin, jeder Schüler jederzeit, wenn es aus pädagogischer Sicht im Unterrichtsverlauf sinnvoll ist, über digitale Hilfsmittel sowie über den Zugang zum Internet verfügen sollte", heißt es in dem Papier. Alle Unterrichtsfächer seien davon betroffen, Schülern die "notwendigen Kompetenzen für ein Leben in einer digitalen Welt zu vermitteln". Die Idee, Programmieren als weitere Fremdsprache verpflichtend einzuführen, taucht in dem Papier nicht auf. Experten hatten in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, dass Deutschland bei der Vermittlung von Digitalkompetenz den Anschluss zu verlieren drohe.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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