NRW-Städte fühlen sich bei Infrastruktur-Sondervermögen geprellt
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićDie großen Städte in NRW befürchten, bei der Verteilung von Geld aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur nicht angemessen berücksichtigt zu werden. "Im ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verteilung der Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur an Länder und Kommunen stand noch ein Mindestanteil von 60 Prozent, den die Länder an die Kommunen weiterreichen müssen", sagte Thomas Eiskirch (SPD), Vorsitzender des Städtetages NRW und Bochumer Oberbürgermeister, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.
"Aus dem Entwurf, den das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat, ist
dieser Mindestanteil auf Betreiben einiger Länder gestrichen worden."
Sollten deutlich weniger als die zunächst angedachten 60 Prozent in den
Kommunen ankommen, wäre dies für die Städte fatal, denn sie finanzierten
den überwiegenden Teil der Infrastruktur in NRW.
Der Städtetag
NRW erhöht nun den Druck auf die schwarz-grüne NRW-Landesregierung.
"Auch wenn der Mindestanteil aus dem Bundesgesetz gestrichen werden
sollte, müssen die NRW-Kommunen gerecht behandelt werden. Das Land muss
mindestens 78 Prozent der Bundesmittel an uns weiterleiten", sagte
Eiskirch. Das entspreche dem kommunalen Anteil an den
NRW-Investitionsausgaben der vergangenen fünf Jahre.
Quelle: dts Nachrichtenagentur