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CDU-Experte will schärfere Kontrollen der Pharmaindustrie

Freigeschaltet am 10.08.2018 um 06:43 durch Andre Ott
Bild: s.media / pixelio.de
Bild: s.media / pixelio.de

Nach dem Rückruf zehntausender Arzneimittelpackungen aus deutschen Apotheken wegen einer möglicherweise krebserregenden Verunreinigung kommen aus der Koalition Forderungen nach einer schärferen Kontrolle der Hersteller. Diese seien unabdingbar, sagte der Arzneimittelexperten der Unionsfraktion, Michael Hennrich (CDU), der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Wir brauchen Kontrollen vor Ort."

Er ließ offen, ob staatliche Stellen oder die Generikahersteller selbst die Kontrollen ihrer Vorlieferanten übernehmen sollten. Ein guter Hebel dafür seien die Rabattverträge, die die Krankenkassen mit Generikaherstellern schlössen. Dabei könnten sie schärfere Qualitätsanforderungen an die Überwachung des Produktionsprozesses verlangen. "Das ist ein Punkt, den der Gesetzgeber nachbessern kann. Qualitätskriterien festzuschreiben sollte auch sozialrechtlich möglich sein", sagt Hennrich.

Betroffen von dem Rückruf waren 16 Hersteller, die Präparate zur Blutdruckregulierung mit dem Wirkstoff Valsartan aus chinesischer Herstellung vertrieben. Die darin enthaltenen Verunreinigungen sind laut Weltgesundheitsbehörde potentiell krebserregend. Nach Angaben der Bundesregierung waren davon alleine in Deutschland bis zu 900.000 Patienten betroffen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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