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Karliczek lehnt Demonstrieren in der Schulzeit ab

Archivmeldung vom 28.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Anja Karliczek (2018)
Anja Karliczek (2018)

Bild: Screenshot Anja Karliczek Internetseite / Eigenes Werk

Bevor die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg an diesem Freitag in Hamburg erstmals an einer Schüler-Demonstration für den Klimaschutz in Deutschland teilnehmen wird, hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) auf der Einhaltung der Schulpflicht bestanden.

Dass Schülerinnen und Schüler sich gesellschaftlich für Klima- und Umweltschutz engagierten, begrüße sie sehr, sagte Karliczek der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Davon lebe die Demokratie. Trotzdem gelte die Schulpflicht. "Auch unterstützenswertes Engagement gehört in die Freizeit und rechtfertigt nicht das Schulschwänzen", so die Bildungsministerin weiter. "Schulpflicht und der Einsatz für Umwelt und Klima sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden", sagte die CDU-Politikerin. Die Hamburger Schulbehörde hatte angekündigt, dass die Teilnahme von Schülern an der Demonstration als Schule schwänzen betrachtet werde. Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagte, auch er begrüße es, dass Schülerinnen und Schüler "aktuelle, relevante gesellschaftliche Themen aufgreifen und ihre Anliegen in die Gesellschaft tragen". Dies sollte aber nach Unterrichtsschluss oder am Wochenende geschehen und werde "auch dann die nötige Aufmerksamkeit bekommen".

Die Teilnahme an einer Demonstration sei keine besondere Form des Unterrichts. "Wer unentschuldigt fehlt, hat den verpassten Unterrichtsstoff selbständig nachzuholen, verpasste mündliche Leistungen, Tests, oder Klausuren werden mit null Punkten gewertet und es erfolgt ein Eintrag ins Zeugnis. Bei erneutem Fehlen wird das Gespräch mit den Eltern gesucht", so Rabe weiter. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte ebenso, dass Schulpflicht natürlich gelte, forderte aber auch eine differenzierte Debatte über die Demonstrationen in der Schulzeit. "Mich ärgert, dass vielfach so getan wird, als sei der Konflikt zwischen Schülern, die das Klima schützen wollen, und dem Schulministerium, de m das Klima egal ist", sagte Prien der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das sei "doch absurd". Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels würde man "nur durch Bildung und Forschung finden. Politische Entscheidungen setzen Wissen voraus", so die CDU-Politikerin weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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