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DIW sieht Unionspläne für CO2-Emissionshandel kritisch

Archivmeldung vom 18.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
CO2 und Klima: Die Abbildung zeigt den Temperaturverlauf und die CO2 Konzentration der letzten 600 Mio. Jahre. Beides hat wenig bis nichts miteinander zu tun und der Mensch hat praktisch keinen Einfluß auf den CO2 Gehalt der Luft(Symbolbild)
CO2 und Klima: Die Abbildung zeigt den Temperaturverlauf und die CO2 Konzentration der letzten 600 Mio. Jahre. Beides hat wenig bis nichts miteinander zu tun und der Mensch hat praktisch keinen Einfluß auf den CO2 Gehalt der Luft(Symbolbild)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Pariser Gipfel: Die Klimalüge in 15 Minuten widerlegt - Presseshow 49/15 " / Eigenes Werk

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält das von CDU und CSU favorisierte Modell einer CO2-Bepreisung über einen nationalen Emissionshandel für kaum umsetzbar.

"Die administrative Umsetzung eines nationalen Emissionshandelssystems für Gebäude und den Verkehrssektor könnte vermutlich in dieser Legislaturperiode nicht mehr abgeschlossen werden", schreiben Karsten Neuhoff, Leiter der Abteilung Klimapolitik am DIW, und der Steuerrechtler Roland Ismer in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" . "Ferner ergeben sich gerade bei einem engen Preiskorridor finanzverfassungsrechtliche Zweifel."

Eine CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Wärme über eine Anpassung der bestehenden Energiesteuersätze sei demgegenüber "einfach umzusetzen und rechtskonform". Die Experten hoben die Steuerungswirkung eines solchen marktwirtschaftlichen Instrumentes hervor. "Hingegen geht es nicht so sehr darum, Aufkommen für den Staatshaushalt zu erzielen." Das Aufkommen einer erhöhten Energiesteuer müsse vielmehr "rückverteilt" werden. "Eine Pro-Kopf-Rückerstattung der Erlöse ist mit Blick auf soziale Gerechtigkeit und Akzeptanz vielversprechend – sie könnte sicherstellen, dass die CO2-Bepreisung die einkommensschwächeren Haushalte nicht zusätzlich belastet", so Neuhoff und Ismer.

Dieser "Rückgabemodus" sei zugleich ein Anreiz für das Einsparen von Energie: Wer wenig verbrauche, bekomme möglicherweise sogar mehr erstattet, als er oder sie an Steuern bezahlt habe. Die Umsetzung ließe sich aus Sicht der Experten mit einem geringen administrativen Aufwand über die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen verwirklichen – "bei großer Rechtssicherheit", wie sie hervorhoben. "Zugleich ergibt sich damit auch eine langfristige Perspektive für die soziale Kompensation einer möglicherweise notwendigen weiteren Erhöhung von CO2-Preisen in der Zukunft."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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