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JU-Chef will klaren Fahrplan für Corona-Lockerungen

Archivmeldung vom 23.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Tilman Kuban (2019)
Tilman Kuban (2019)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, will einen klaren Fahrplan bei den Lockerungen im Zusammenhang mit der Coronakrise. Die Menschen hätten hervorragend mitgezogen und die Regeln befolgt, "aber jetzt müssen wir eine Perspektive geben", sagte Kuban dem Magazin Cicero.

Gerade in der jungen Generation sagten viele, dass sie jetzt mal wieder raus wollten, so der JU-Chef. "Wir brauchen da einen Plan, man muss den Leuten sagen: Wenn wir es schaffen, bis zu einem bestimmten Datum gewisse Werte zu erreichen, dann darf auch die Bar wieder öffnen oder das Training wieder stattfinden."

Kuban kritisiert außerdem, dass es für Familien mit Kindern im Grundschul- oder Kita-Alter keine Perspektive gebe. "Für Schulen, Baumärkte und Friseure werden Lösungen gefunden, aber Familien mit kleinen Kindern werden zu wenig in den Blick genommen." Er sei deshalb "fest davon überzeugt, dass man Kitas und Grundschulen nicht bis zu den Sommerferien oder sogar darüber hinaus geschlossen halten sollte". Zudem äußert Kuban Kritik an die geplante Corona-App. "Leider ist bei uns jetzt der Beschluss gefasst worden, dass das Laden der App komplett freiwillig ist", so der JU-Chef. Er plädiert daher für eine Widerspruchslösung. "Das heißt: Wenn ich das nächste Update auf mein Handy bekomme, dann werde ich gefragt, ob ich an dieser App teilnehmen will oder nicht." Das sei ein "gangbarer und sinnvoller Mittelweg", sagte Kuban.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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