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Justizministerin gegen staatliche Leitlinien zur Triage

Archivmeldung vom 10.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Christine Lambrecht (2019)
Christine Lambrecht (2019)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich trotz der deutlich steigenden Belegung von Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern gegen eine staatliche Leitlinie zur Triage ausgesprochen.

"Ich kann Ihnen versichern, dass wir mit Hochdruck daran arbeiten und alles Menschenmögliche tun, dass es nicht zu dieser Situation kommt", sagte Lambrecht in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv. Genau dafür gebe es die Corona-Einschränkungen.

"Wie soll denn ein Arzt entscheiden, wer es jetzt mehr verdient hat oder wer eher zu berücksichtigen wäre. Das darf nicht passieren", so die Justizministerin. Deswegen seien alle in der Politik gefordert, dafür zu sorgen, dass ausreichend Intensivbetten, Beatmungsgeräte und Personal da seien. So könne man die schwierige Situation einer Triage verhindern. "Ich wünsche mir, dass wir alle unser Engagement darauf lenken, dafür zu sorgen, dass es nicht dazu kommt, sondern dass jeder in diesem Land weiß, wenn ich stark erkranke, dann bekomme ich auch die notwendige medizinische Versorgung", sagte Lambrecht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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