Hessen will Zeitplan zur Umsetzung der Stromsteuersenkung für alle
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) dringt im Vorfeld der CDU-Präsidiumssitzung am kommenden Montag darauf, dass die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Vorhaben einer Senkung der Stromsteuer für Verbraucher festhält und dafür einen Zeitplan erarbeitet. "Die Senkung der Stromsteuer muss kommen. Sie steht im Koalitionsvertrag und ich halte sie auch für sinnvoll im Übrigen", sagte Rhein der "Bild am Sonntag".
"Ich glaube, wir sollten uns jetzt auf den Weg begeben, einen Plan zu
entwerfen, wie wir das so schnell wie möglich hinbekommen können. Und da
zähle ich auf den Kanzler", so der CDU-Politiker. Rhein mahnte an, es
müsse jetzt das Gespräch darüber geführt werden, wo man im Haushalt
entsprechende Prioritäten setzen und was "auch nochmal zurückstehen"
könne, damit die Stromsteuersenkung umgesetzt werden könne.
Rhein
schloss sich damit der Kritik der CDU-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst
(NRW), Daniel Günther (Schleswig-Holstein) und Sachsen-Anhalt (Reiner
Haseloff) an. Er sagte: "Natürlich bin ich auch nicht erfreut darüber,
dass die Entscheidung jetzt so getroffen worden ist. Aber ich habe auch
großes Verständnis dafür, dass Kanzler und Finanzminister sagen, wir
können nur das Geld ausgeben, was wir haben. Das Wichtigste ist
deswegen, dass wir Wachstum bekommen. Wenn der Motor anspringt, kriegen
wir alles das hin."
Zugleich räumte Rhein ein, dass die von der
Bundesregierung als Begründung für die Nichtumsetzung der
Stromsteuersenkung herangeführte Haushaltslage bekannt gewesen sei: "In
der Tat, die Haushaltssituation ist jetzt keine große Überraschung. Die
hat sich in den Ländern ja schon sehr viel früher abgezeichnet. Das ist
eine Lage, die allen bekannt ist. Und deswegen müssen jetzt alle, die
klugen Mutes und guten Mutes sind, sich nochmal an die Arbeit begeben."
Quelle: dts Nachrichtenagentur