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EKD lehnt Gesetzesänderung beim assistierten Suizid ab

Archivmeldung vom 04.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: s.media / pixelio.de
Bild: s.media / pixelio.de

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) lehnt in der Debatte um die Sterbehilfe eine Gesetzesänderung beim assistierten Suizid ab. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm: "Der assistierte Suizid ist der falsche Weg." Wenn sich Ärzte und Angehörige in bestimmten Situationen am Lebensende in einem Dilemma befänden, müsse das Gewissen leitend sein. "Dazu braucht es keine neuen Gesetze."

Bedford-Strohm bekräftigte seine Forderung nach einem Verbot der organisierten und kommerziellen Sterbehilfe. "Es ist die falsche Botschaft, dass Menschen öffentlich dafür werben, dass sie alle Mittel zur Verfügung stellen, damit sich Menschen umbringen können." Der Theologe kritisierte auch die Verwendung des Begriffs Selbstbestimmung, um eine Erleichterung der Beihilfe zur Selbsttötung zu fordern. "Das wäre eine völlige Verarmung des Begriffs." Wer für sich öffentlich Selbstbestimmung einfordere, spreche nie allein über sich selbst. Dies wirke sich auch auf andere aus. Schon jetzt könnten Menschen selbstbestimmt am Lebensende sein, wenn sie durch Patientenverfügungen sicherstellten, dass es keine lebensverlängernden Maßnahmen gebe.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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