Achleitner schlägt staatliche Bürgschaften für Investitionen vor
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Unbekannt / Eigenes Werk
m private Investoren stärker an den erforderlichen Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen in Deutschland zu beteiligen, schlägt Paul Achleitner, früherer Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, staatliche Kreditbürgschaften als Absicherungen vor. "Das Prinzip hat sich an anderer Stelle bereits bewährt", schreibt er in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".
"So verfügt Deutschland mit den Hermesdeckungen bereits über ein leistungsfähiges System zur Absicherung von Exportgeschäften."
Laut
Achleitner hat der Bundestagsbeschluss zur Lockerung der Schuldenbremse
erhebliches Interesse bei internationalen Investoren ausgelöst. Aus
seiner Sicht würde gerade der Mittelstand von einer Kreditversicherung
nach Vorbild der Hermesdeckungen profitieren, wenn die Bedingungen für
Kreditgeber günstiger werden. "Denn während große Rüstungsunternehmen
neue Aufträge in der Regel problemlos finanzieren können, fehlt es
vielen mittelständischen Zulieferern an günstigem Zugang zu Fremdkapital
- insbesondere für den kurzfristigen Aufbau von
Produktionskapazitäten", schreibt er.
Die Vielzahl der
versicherten Projekte erlaube eine breite Risikostreuung, sodass die
Schadensfälle in der Regel weniger als 1,5 Prozent der staatlichen
Gewährleistungen ausmachten. "Warum also nicht dieses Prinzip auch auf
die jetzt dringend erforderlichen Infrastruktur- und
Verteidigungsinvestitionen übertragen?", so Achleitner, der derzeit
unter anderem den Kreditverwalter HPS berät, der zum Vermögensverwalter
Blackrock gehört.
Quelle: dts Nachrichtenagentur