Linke formuliert Bedingungen für Richterwahl
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Die Union wird in der kommenden Woche für die Wahl eines neuen Verfassungsrichters auf Stimmen der Linkspartei angewiesen sein. In der Linkspartei aber gibt es Unmut über die Zurückweisung von Linken-Kandidaten für das Parlamentarische Kontrollgremium oder das Bundesschuldenwesengesetz-Gremium.
"Die Nicht-Wahl unserer anderen Kandidatinnen entbehrt jeder Grundlage
und ist inakzeptabel", sagte Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer
Sprecher der Linksfraktion, der "Welt" (Montagsausgabe). Und weiter:
"Ich gehe davon aus, dass Heidi Reichinnek und Ines Schwerdtner in einem
neuen Wahlgang, den wir sicher beantragen werden, gewählt werden. Damit
würde diese irrsinnige Blockade korrigiert. Diese Wahlen hängen
natürlich mit der in der nächsten Woche anstehenden
Verfassungsrichterwahl zusammen." Weil sie auch die Stimmen seiner
Fraktion benötige, sei es "zwingend, dass die Union auf uns zukommt".
Bartsch
sagte gleichzeitig: "Es gibt keine Koppelgeschäfte. Es geht um Respekt
und Anstand. Im Parlament gilt nicht das Prinzip 'teile und herrsche',
sondern das Prinzip des Dialogs." Man könne sich nicht hinstellen und
sagen: "Wir finden euch doof und wählen euch nicht, aber wir erwarten
trotzdem, dass ihr bereitsteht, wenn wir eine Zwei-Drittel-Mehrheit
brauchen", so Bartsch.
Quelle: dts Nachrichtenagentur