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Linke fordert Abschaffung der Wirtschaftsweisen

Archivmeldung vom 29.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Klaus Ernst 2013.
Klaus Ernst 2013.

Foto: DerHexer, Wikimedia Commons
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Linke fordert die Abschaffung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch als die "fünf Wirtschaftsweisen" bekannt. "Der Sachverständigenrat besteht fast komplett aus Quacksalbern mit Professorentitel", sagte Vizefraktionschef Klaus Ernst der "Welt". "Ein Sechser im Lotto ist häufiger als eine richtige Prognose der Wirtschaftsweisen."

Ernst forderte, das Geld für den Sachverständigenrat "in den Jugendetat für die Arbeit gegen rechts" zu stecken. Anlass ist eine Auflistung des Bundeswirtschaftsministeriums, die auf Anfrage der Linksfraktion erstellt wurde. Aus dieser geht hervor, dass das Expertengremium seit 2001 kein einziges Mal in seiner Wachstumsprognose richtig lag. Für 2001 sagten die Wirtschaftsweisen im November 2000 ein Wachstum von 2,8 Prozent voraus. Tatsächlich waren es nur 0,6 Prozent. Im Jahr 2008 gingen sie davon aus, dass im folgenden Jahr das Wachstum stagnieren werde, tatsächlich gab es einen Wachstumseinbruch von fünf Prozent. Geschuldet war dies dem unerwarteten Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 und der darauf folgenden schweren Finanzkrise. Für 2010 prognostizierten die Experten eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent. Am Ende waren es 3,6 Prozent. Nur insgesamt dreimal lag die Abweichung unter 0,5 Prozentpunkten - zweimal davon in den vergangenen beiden Jahren.

Vor rund zwei Wochen hatte bereits SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi das Gremium attackiert und indirekt seine Abschaffung gefordert. Anlass war die Vorstellung des Konjunkturgutachtens des Sachverständigenrats. Fahimi sagte, die Analyse werde "wissenschaftlichen Anforderungen nicht gerecht" und "scheint mir in seiner ganzen Methodik nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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