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Union: Nachhaltige Landwirtschaft geht nur Genmanipulation

Archivmeldung vom 29.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Genetisch veränderte Pflanzen und Tiere: Erzeugen vermutlich genetisch veränderte Menschen (Symbolbild)
Genetisch veränderte Pflanzen und Tiere: Erzeugen vermutlich genetisch veränderte Menschen (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Am heutigen Donnerstag hat die EU-Kommission eine Studie zur Regulierung neuer Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft vorgestellt. Dazu erklären der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, sowie der zuständige Berichterstatter, Kees de Vries folgendes.

Albert Stegemann: "Neue Züchtungsmethoden wie Crispr/CAS haben das Potenzial, einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige, leistungsfähige und klimaangepasste Erzeugung von Lebensmitteln zu leisten. Das bestätigt die heute veröffentlichte EU-Studie. Wir müssen in diesem Bereich bürokratische Bremsen lockern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtinnen und Landwirte am Gunststandort Deutschland stärken. Wo nötig, muss der EU-Rechtsrahmen modernisiert werden, um das Innovationspotenzial mittelständischer Unternehmen in der Pflanzenzüchtung zu entfesseln. Dafür geben wir unserer Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in den anstehenden Beratungen in Brüssel Rückenwind.

Zugleich brauchen wir eine Kommunikationsoffensive von Unternehmen, Wissenschaft und Politik, um die Offenheit in der Gesellschaft für die Chancen neuer Züchtungstechnologien zu stärken. Denn Nutzpflanzen wie Getreide, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen oder weniger Wasser verbrauchen, sind der Schlüssel für eine Ressourcen schonende Ernährungsweise der Zukunft."

Kees de Vries: "Als CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen wir uns auf europäischer Ebene für eine wissenschaftsbasierte Haltung gegenüber neuen molekularbiologischen Techniken ein und somit für eine zukunftsorientierte Novellierung des EU-Gentechnikrechts. Pflanzen mit genetischen Veränderungen, die auch Ergebnis konventioneller Züchtungsmethoden oder natürlicher Prozesse sein könnten, sollen nicht länger als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) reguliert werden.

Diese Techniken sind entscheidende Werkzeuge für unser gemeinsames Ziel einer nachhaltigen und Ressourcen schonenden Landwirtschaft. Chancen neuer Züchtungsmethoden liegen auch im Bereich des Ökolandbaus. Durch ideologisches Blockieren dieser Werkzeuge werden Innovationen verhindert, und unsere nachhaltigen Ziele sind nur deutlich schwieriger erreichbar. Wir sehen uns in der Verantwortung, die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen und unterstützen dabei unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die große Chance von neuen Züchtungsmethoden für die nachhaltige Sicherung der Welternährung müssen wir nutzen."

Hintergrund: Herkömmliche Züchtungstechniken können einen Entwicklungszeitraum von sechs bis 50 Jahren haben. Mit neuen Züchtungsmethoden (NMT) wie Crispr/CAS kann dieser Zeitraum entscheidend verkürzt werden. Dadurch wird zugleich die Züchtung neuer Sorten wesentlich kostengünstiger. Veränderungen am Erbgut erfolgen mit NMT gezielter als bei der seit Langem üblichen Veränderung mit Chemikalien oder Strahlung (klassische Mutagenese). Die Einsatzmöglichkeiten von NMT sind vielfältig. Für die Menschen ist die Nutzung für eine gesündere Ernährung oder eine klimaangepasste und umweltschonende Landwirtschaft vorteilhaft.

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)


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