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Grundschulverband fordert Einsatz von Lehramtsstudenten in Schulen

Archivmeldung vom 20.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Studenten (Symbolbild)
Studenten (Symbolbild)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Vorsitzende des Grundschulverbandes, Maresi Lassek, fordert, die Unterrichtsversorgung während der Corona-Pandemie auch mit Hilfe von Lehramtsstudenten zu verbessern. "Lernen wir in den Schulen vom Gesundheitswesen", sagte Lassek den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

So wie Medizinstudenten in Zeiten von Corona in den Krankenhäusern aushülfen, müsse man "auch die Lehramtsstudierenden in die Schulen holen." Die Verbandschefin sieht darin einen doppelten Vorteil: Die Studenten könnten "wertvolle praktische Erfahrungen sammeln", sagte sie. "Und in den Schulen wären mehr Menschen, die sich um die Betreuung von kleinen Lerngruppen kümmern können", so Lassek weiter.

"Das wäre eine sinnvolle Unterstützung in dieser Ausnahmesituation. Davon hätten alle etwas - vor allem auch die Eltern und Kinder", so die Grundschulverbandschefin. Es gebe an den Grundschulen einen verheerenden Lehrermangel, der sich in Zeiten von Corona verschärft auswirke. Die Politik habe in den vergangenen Jahren nicht rechtzeitig und energisch genug gegengesteuert. "Jetzt rächt sich das besonders: Die während der Pandemie zwingend notwendigen kleinen Lerngruppen können nur dann regelmäßig in die Schulen kommen, wenn genug Personal da ist", sagte Lassek.

Zum bisherigen Lehrermangel ko mme nun noch das Problem dazu, dass ein Teil der Lehrer zu Risikogruppen in Sachen Corona gehöre und sie deshalb zu Recht aus dem Unterricht herausgenommen würden. Auf die Frage, ob sich in den Grundschulen die Abstandsregeln zu Zeiten von Corona überhaupt einhalten ließen, antwortete die Verbandschefin: "Bei den Viertklässlern, die ja als erste zurück in die Schulen gekommen sind, haben die Lehrer positive Erfahrungen gemacht." Viele Schüler seien nach der langen Zeit selbst mit etwas Unsicherheit und großer Vorsicht in die Schule zurückgekommen. "Deshalb war es gut möglich, mit ihnen über Abstands- und Hygieneregeln zu sprechen und sie einzuüben", sagte Lassek den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Die Schüler machten dies "besser als mancher Fußballprofi - nach dem, was man so gesehen" habe.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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