Auch ADAC dringt auf billigeren Führerschein
Archivmeldung vom 07.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo BabićNach dem Vorstoß von Verkehrsminister Patrick Schnieder, den Führerscheinerwerb günstiger machen zu wollen, erhält der CDU-Politiker Unterstützung vom Automobilclub ADAC. "Die Möglichkeit, mit einem Pkw unabhängig mobil zu sein, bedeutet für viele Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, aber auch etwa den Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu unterschiedlichen Uhrzeiten zuverlässig erreichen zu können", sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
"Ein bezahlbarer Führerschein ist also auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit."
Zuvor
hatte Schnieder den Funke-Zeitungen gesagt: "Ein Führerschein, der
4.000 Euro oder mehr kostet, ist zu teuer. Solche Führerscheinkosten
dürfen wir nicht kommentarlos hinnehmen. Viele können sich den
Führerschein bei diesen Preisen nicht mehr leisten." Er forderte mehr
Transparenz bei den Fahrschulen, kompaktere Modelle zum
Führerscheinerwerb, mehr Simulatoren in Fahrschulen sowie Maßnahmen
gegen die hohen Durchfallquoten in der theoretischen und praktischen
Fahrprüfung.
Der ADAC schlägt vor, mehr virtuellen
Theorieunterricht anzubieten und mehr Fahrsimulatoren zu nutzen. So
könnte bei der Miete der Fahrschulräume gespart werden. Zudem müssten
beim Einsatz von Simulatoren nicht mehr zwingend zwei Fahrzeuge mit
unterschiedlichen Antriebsarten vorgehalten werden. Außerdem schlug der
ADAC eine Entwicklung alternativer Ausbildungsmöglichkeiten für
Fahrlehrer vor, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Quelle: dts Nachrichtenagentur