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Außenminister Steinmeier darf nicht Hauptredner auf dem SPD-Zukunftskongress Ende Mai sein

Archivmeldung vom 08.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Machtkampf in der SPD-Spitze um die beste Ausgangsstellung für die Kanzlerkandidatur 2009 spitzt sich dramatisch zu. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post hat SPD-Chef Kurt Beck seinem Generalsekretär Hubertus Heil die Organisation des SPD-Zukunftskongresses am 31. Mai in Nürnberg in zentralen Fragen entzogen.

Heil habe zuvor in einer vertraulichen Sitzung versucht, auf dem Kongress Außenminister Frank-Walter Steinmeier als zweiten Hauptredner neben Beck auf die Tagesordnung des Kongresses zu setzen. Dagegen habe es Widerstand der Beck-Mitarbeiter in der SPD-Parteizentrale gegeben. Dem Vernehmen nach sei Heil "eigensinniger Führungsstil" vorgeworfen worden, so die Zeitung.  Ein leitender Mitarbeiter sei über den "unabgestimmten" Vorstoß "sehr verwundert" gewesen. Einen leitenden Mitarbeiter des Willy-Brandt-Hauses  zitiert die "Rheinische Post" mit den Worten: "Wir dienen in allererster Linie dem Parteivorsitzenden". Heil wiederum habe sich mit einzelnen Abteilungsleitern heftige Wortgefechte geliefert und soll ihnen nach Informationen der "Rheinischen Post" auch persönlich gedroht haben.

Inzwischen habe sich Parteichef Kurt Beck persönlich eingeschaltet. Außenminister Steinmeier werde nicht als Hauptredner in Nürnberg reden, sondern nur ein "außenpolitisches Forum" leiten. Einziger Hauptredner bleibe Kurt Beck.

Quelle: Rheinische Post

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