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Muscheln als Frühwarnsysteme für Wasserverschmutzung

Archivmeldung vom 10.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Linke Schale der Großen Pilgermuschel (Pecten maximus)
Linke Schale der Großen Pilgermuschel (Pecten maximus)

Foto: Andreas Tille
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Menschen husten, um sich von Staub in den Atemwegen zu befreien. Bei Jakobsmuscheln ist dieser Reflex ähnlich: Sie befreien sich von Schadstoffen. Aus diesem Grund können sie zu einem wichtigen Frühwarnsystem für den Grad der Wasserverschmutzung werden, berichtet die Zeitschrift P.M. Fragen & Antworten in ihrer aktuellen Ausgabe.

Um sich von Fremdstoffen aus dem Inneren zu befreien, klappt die Jakobsmuschel ihre Schalenhälften zusammen und presst einen Wasserstrom hinaus, der Schadstoffe aus dem Inneren spült. Der entstehende Laut gleicht dem menschlichen Hüsteln und wird zu einem Indikator für schlechte Wasserqualität. Je größer die Wasserverschmutzung ist, desto häufiger versucht sich die Muschel der Fremdstoffe zu entledigen.

Die Schalen der Muscheln dienen bereits als Qualitätsanzeiger der Umweltbedingungen - ihre Analyse ist allerdings kostspielig. Französische Forscher von der Universität der Westbretagne konnten nun das Geräusch der Jakobsmuschel aufzeichnen, charakterisieren und von anderen Unterwassergeräuschen trennen. Zukünftig könnte die akustische Überwachung der Jakobsmuscheln als Frühwarnsystem für sich verändernde Wasserverschmutzung dienen.

Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Fragen&Antworten (ots)

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