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Tierschutzskandal um Massentierhaltungsmilch aus dem Allgäu

Archivmeldung vom 09.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Symbolbild
Symbolbild

Bild: Screenshot Twitter Account: "@SOKO_Tierschutz" / Eigenes Werk

30 Tage lang im Mai und Juni 2019 beobachteten versteckte Kameras den Mega-Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach, Allgäu. Auf dem Betrieb mit tausenden Kühen werden Tiere systematisch Durst, Hunger und Gewalt ausgesetzt. Der dokumentierte Todeskampf der Tiere dauert bis zu 9 Tage.

Das Video zeigt wie der Betriebsleiter persönlich Kühe misshandelt. Dabei kommen Tritte, Stiche mit einem spitzen Gegenstand und Gewalt mittels eines Traktors zum Einsatz. Mit dem Traktor werden Tiere gewaltsam umhergeschleift und mutwillig schwer verletzt. Besonders grausam: Anstatt durch Entbluten nach Betäubung lässt man Kühe an den Kopfverletzungen des Bolzenschusses über Stunden grausam verenden. Vor dem Betrieb häufen sich Kadaver. Die Kontrollen der Behörden sind entweder nicht in der Lage oder nicht Willens diese Grausamkeiten und Straftaten aufzudecken. Selbst nach einer Anzeige von SOKO Tierschutz am 10. Juni gingen das Leid und die Straftaten weiter.

Diverse Tiere aus dem Krankenstall wurden bei dem Großschlachthof Vion in Buchloe abgeliefert. Dabei ist das Schlachten von kranken Tieren eigentlich streng verboten.

Die Milch des Betriebes, ca. 40 Tonnen am Tag, geht zum größten Teil zur Käserei Champignon. Champignon ist ein Camembert-Spezialist mit Marken wie Cambozola und St.Mang und produziert auch Produkte für Weihenstephan.

SOKO Tierschutz erstattet Strafanzeige gegen VION wegen des Verdachts auf illegale Krankschlachtungen. Strafanzeigen wegen besonders schweren Fällen von Tierquälerei wurden letzte Woche gegen den Betriebsleiter und zahlreiche Mitarbeiter erstattet. Ebenfalls angezeigt wurde der Betreuungstierarzt, der unter Verdacht steht die Taten gedeckt und durch Unterlassen ermöglicht zu haben.

"Diese Recherche entzaubert den Mythos von der Milchproduktion im idyllischen Allgäu. Sie ist längst in der Massentierhaltung angekommen, mit schrecklichen Folgen für die Tiere. Jeder kennt inzwischen die grausamen Folgen der Massentierhaltung bei Geflügel und Schweinen. Die Konsumenten und Konsumentinnen von Milchprodukten müssen sich klar werden, dass der Konsum von Kuhmilchkäse die gleichen schrecklichen Folgen für Tiere hat und die Milchproduktion anderen Tierausbeutungs-Industrien an Grausamkeit in nichts nachsteht. Wir fordern ein hartes Durchgreifen der Behörden gegen die Tierquälerei in der Milchproduktion und appellieren an die Verbraucher auf tierleidfreie Pflanzenmilch zu setzen und dieser Barbarei damit ein Ende zu setzen", so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz aus Augsburg.

Quelle: SOKO Tierschutz e.V (ots)


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