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Fahrverbote: Höchste Feinstaub-Werte dort, wo keine Autos fahren

Archivmeldung vom 03.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bernd Lucke - Feinstaubmessung. Bild: "obs/LKR - Die Eurokritiker"
Bernd Lucke - Feinstaubmessung. Bild: "obs/LKR - Die Eurokritiker"

Bernd Lucke hat sich mit der Hamburger LKR durch eigene Messungen ein Bild von der Feinstaubproblematik gemacht. Gemessen wurden Feinstaubwerte u.a. in der Dieselverbotszone Stresemannstraße, im Bereich des S-Bahnhof Holstenstraße sowie in einem Supermarkt (PM2.5 und PM10).

Bernd Lucke zeigte sich sehr überrascht: "An allen Messpunkten, also auch den autofreien, lagen die Feinstaubwerte deutlich über dem Jahresmittelwert, ab dem das Umweltbundesamt eine gesundheitliche Beeinträchtigung annimmt".

Lucke weiter: "Ganz besonders brisant war, dass wir die höchsten Feinstaubwerte im Bereich eines autofreien S-Bahn-Durchgangs gefunden haben", so Lucke, "dort betrugen die Messwerte sogar das Vier-bis-fünffache des Jahresmittelgrenzwerts und waren damit mehr als doppelt so hoch wie die am Straßenrand". "Die zweithöchste Feinstaubbelastung fand sich übrigens in einem Supermarkt, wo naturgemäß keine Autos fahren". "Gesünder" war auch keinesfalls der S-Bahnsteig in freier Luft, dort unterschieden sich die Messwerte nicht wesentlich von den Werten im befahrenen Straßenbereich.

Bernd Lucke stellt fest: "Zumindest in Hinsicht auf die Feinstaubbelastung sind die Fahrverbote in der Hamburger Stresemannstraße keinesfalls nachvollziehbar. Total irrsinnig ist, die Fahrzeuge jetzt zu langen Umwegen zu zwingen, wodurch insgesamt höhere, nicht niedrigere Emissionen entstehen". "Die Messungen zeigen eindeutig, dass der Autoverkehr nur eine kleine Quelle für Feinstaub ist", so Lucke, "in der S-Bahn-Unterführung und im Supermarkt fahren keine Autos, dennoch finden sich dort sehr hohe Werte".

Der LKR Vorsitzende Bernd Lucke kommentiert: "Die Fixierung auf nur eine Quelle der Luftverschmutzung, das Dieselauto, ist ein typisches Beispiel für punktuelle Umweltpolitik. Mit vermeintlich schnellen Handlungen versuchen Politiker sich hier rasch zu profilieren. Unbeachtet bleibt dabei die oft nur geringe tatsächliche Wirkung, die mitunter sogar negativ ausfällt".

Lucke sagt: "Die LKR steht für eine nachhaltige, ganzheitliche Politik unter Beachtung wissenschaftlicher Standards".

Quelle: LKR - Die Eurokritiker (ots)

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