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Bauernpräsident: Stallbesetzungen auch in Deutschland "reale Gefahr"

Freigeschaltet am 24.06.2019 um 06:48 durch Andre Ott
Bild: uschi dreiucker / pixelio.de
Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Bauernpräsident Joachim Rukwied fürchtet, dass Aktivisten auch in Deutschland Ställe besetzen könnten. Rukwied sagte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor dem Deutschen Bauerntag bei Leipzig in dieser Woche: "Stallbesetzungen sind eine reale Gefahr.

Diese sogenannten Aktivisten sind international vernetzt. Und insofern besteht dieses Risiko in Deutschland natürlich auch." Im Mai hatten rund 100 Aktivisten einen Sauenstall in den Niederlanden für längere Zeit besetzt. Die Polizei musste die Blockade auflösen. Auch in anderen Ländern gab es in der Vergangenheit vergleichbare Aktionen.

Bislang drangen Tierrechtsaktivisten vor allem in Ställe ein, um heimlich Aufnahmen der Tiere zu machen und so mutmaßliche Missstände aufzudecken. Landwirte kritisieren, dass die Aktivisten bei solchen sogenannten Stalleinbrüchen häufig straffrei ausgehen. Die Große Koalition in Berlin hatte sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, das Eindringen in Ställe künftig stärker bestrafen zu wollen. Rukwied sagte: "Das Vorhaben muss endlich umgesetzt werden. Stalleinbrüche sind inakzeptabel." Es dürfe nicht sein, dass Bauern Angst hätte, abends in den Stall zu gehen, "weil sie nicht wissen, auf wen sie dort treffen. Hier ist Handlungsbedarf seitens der Politik."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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