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Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt weitere Braunkohle-Tagebaue ab

Archivmeldung vom 02.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Braunkohletagebau Amsdorf im Landkreis Mansfeld-Südharz
Braunkohletagebau Amsdorf im Landkreis Mansfeld-Südharz

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen möchte spätestens bis zum Jahr 2030 aus der Braunkohle aussteigen und lehnt weitere Braunkohle-Tagebaue ab. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace.

Auf die Frage, ob sie sich einen schnellen (bis 2020), einen mittelfristigen (bis 2030) oder gar keinen Ausstieg aus der Braunkohle wünschen, antworteten 79 Prozent der Brandenburger und sogar 87 Prozent der Deutschen, bis spätestens 2030 auf Braunkohle verzichten zu wollen. In Brandenburg werden aktuell mehrere weitere Tagebaue geplant. 73 Prozent der Brandenburger und 88 Prozent der Deutschen halten neue Tagebaue für nicht zu verantworten, wenn Schäden für Umwelt und Natur groß sind.

"Die Menschen nehmen die katastrophalen Folgen der Braunkohle für Mensch, Natur und Klima nicht länger hin. Es gibt in Brandenburg und bundesweit eine breite gesellschaftliche Mehrheit für einen mittelfristigen Kohleausstieg. Deutschland braucht ein Gesetz zum Kohleausstieg", fordert Anike Peters, Kohleexpertin von Greenpeace.

Kommenden Dienstag will Brandenburgs Linke gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner SPD mit Welzow-Süd II einen weiteren Tagebau in der Lausitz beschließen. Auf Bundesebene spricht sich die Linke explizit gegen weitere Tagebaue aus.

Um auf diesen Widerspruch hinzuweisen, unterhalten Greenpeace-Aktivisten seit vergangenem Montag ein Protestcamp in der Berliner Parteizentrale der Linken. "Die Linke ist dabei, jede Glaubwürdigkeit zu verlieren. Wenn sie an der Seite der SPD brav für Welzow-Süd II stimmt, stimmt sie nicht nur gegen ihr eigenes Programm, sondern auch gegen den Willen der Bevölkerung", so Peters.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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