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Fukushima-Folgen gefährlicher als angenommen

Archivmeldung vom 02.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Sieben Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima hat ein internationales Forscherteam radioaktive Nanopartikel im Boden und Wasser in der Nähe des havarierten Kernkraftwerks gefunden. Die Forscher warnen: Die Strahlenbelastung in der Region sei gefährlicher als gedacht und könnte länger anhalten, schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es im Beitrag auf der deutschen Webseite: "Die von Wissenschaftlern entdeckten Nanopartikeln enthalten nicht nur Cäsium-134 und Cäsium-137, die in großer Menge in den Dampfemissionen von Fukushima gefunden worden waren, sondern auch Uran- und Technetium-Atome, zitiert  die Fachzeitschrift  „Environmental Science & Technology”aus der Studie.

„Unsere Studie zeigt, dass wir sofort beginnen müssen, nach anderen möglichen Teilchen von Brennelementen innerhalb und möglicherweise außerhalb der Sperrzone zu suchen. Und obwohl die Probensammlung unter solchen Bedingungen unglaublich schwierig sein wird, ist ihre Analyse von entscheidender Bedeutung, um zu verstehen, wie sich diese Nanopartikel in Zukunft verhalten werden“, sagte der Dozent der Universität Manchester (Großbritannien) Gareth Law.

Wissenschaftler betonen, dass diese Nanopartikel so klein seien, dass sie leicht von Menschen und Tieren eingeatmet werden können. Dies könne die Umweltfolgen der Nuklearkatastrophe erheblich verschärfen.

Am 11. März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9 Japans nordöstliche Küste erschüttert. Eine zehn Meter hohe Flutwelle brach über viele Ortschaften an der Ostküste herein, überschwemmte ganze Felder und Straßenzüge und zerstörte zahlreiche Gebäude. Bei der Katastrophe wurden mehr als 15.800 Menschen getötet, mehr als 2630 weitere werden bis heute vermisst.

Im Atomkraftwerk Fukushima wurden vier der insgesamt sechs Reaktoren überschwemmt, wonach es zu einem Ausfall des Kühlsystems, Explosionen und einer Kernschmelze kam. Als Folge gelangten große Mengen an Radioaktivität in die Luft und ins Meer. Nach dem Reaktorunglück wurden Zehntausende Einwohner wegen der austretenden Strahlung aus den betroffenen Gebieten evakuiert.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die früher evakuierten Anwohner wegen anhaltender hoher Strahlenbelastung vor einer Rückkehr gewarnt. Die hohe Radioaktivität in den umliegenden Gemeinden von Fukushima Iitate und Namie liege bislang  bis zum Hundertfachen über den international geltenden Grenzwerten."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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