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Grauwale zunehmend gefährdet

Archivmeldung vom 12.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ein gestern veröffentlichter Statusbericht der Weltnaturschutzunion IUCN zählt knapp 40 Prozent weniger Westpazifische Grauwale als 2007im nahrungsreichen Küstengebiet Russlands. Die Wale fressen nur während der Sommermonate in Nähe der Insel Sachalin im äußersten Osten des Landes.

"Das ist eine dramatische Abnahme in dem besonders nahrungsreichen Gebiet," erklärt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). "Wir befürchten, dass diese Entwicklung dazu führt, dass mehr Wale verhungern werden und somit die extrem kleine Population weiter gefährdet wird."

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Erdgas- und Ölförderung und die seismische Untersuchungen die Tiere aus ihren einzigen bekannten Nahrungsgründen rund um die russische Insel Sachalin vertreiben. Besonders Offshore-Bauarbeiten von Exxon stehen im Verdacht, die wenigen verbliebenen Wale vom Fressen abgehalten zu haben.

"Alle in diesem Gebiet aktiven Firmen," so Sonntag weiter, "müssen sich sofort dem Stopp seismischer Untersuchungen anschließen. Die Sachalin Energy Investment Company (SEIC) verkündete im April eine Unterbrechung ihrer Untersuchungen. Das Überleben der Westpazifischen Grauwale liegt in den Händen von Exxon, BP, Shell und den anderen dort operierenden Firmen."

Der Westpazifische Grauwal galt lange aufgrund des kommerziellen Walfangs als ausgestorben. Erst in den 1980er Jahren wurde er durch russische Wissenschaftler vor der Küste Sachalins wieder entdeckt. Die Population besteht aus gerade mal 130 Tieren, davon sind nur 25 Weibchen reproduktionsfähig. Wissenschaftliche Hochrechnungen zeigen, dass die Art innerhalb von 15 Jahren ausgestorben sein wird, sollte in drei aufeinander folgenden Jahren jeweils ein sich reproduzierendes Weibchen sterben. 

Quelle: IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

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