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ALDI SÜD Filialen bilden ein virtuelles Kraftwerk

Archivmeldung vom 30.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/Unternehmensgruppe ALDI SÜD/ALDI SÜD Dienstleistungen"
Bild: "obs/Unternehmensgruppe ALDI SÜD/ALDI SÜD Dienstleistungen"

Auf den Dächern von mehr als 1200 ALDI SÜD Filialen produzieren Fotovoltaikanlagen klimafreundlichen Solarstrom. Damit gewinnt der Discounter jährlich 112 Millionen Kilowattstunden Strom, der größtenteils vor Ort verbraucht wird. In einem Batteriespeicher-Pilotprojekt erproben ALDI SÜD und der Energieversorger EnBW gemeinsam mit dem Speicheranbieter ADS-TEC und den Solarexperten von Pohlen Solar jetzt, wie die selbst erzeugte Solarenergie gespeichert und somit effektiv vor Ort genutzt werden kann.

"In der ersten Testphase werden die Solaranlagen von drei Filialen im Großraum Frankfurt am Main mit einem Batteriespeicher gekoppelt. So entsteht ein kleines virtuelles Kraftwerk", erklärt Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei ALDI SÜD. "Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern diesen Modellversuch gestartet, um die Stromerzeugung mit unseren Solaranlagen noch effizienter zu gestalten. Unser Ziel ist es, einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu generieren und dadurch den Autarkiegrad der Filiale weiter zu erhöhen", so Florian Kempf.

EnBW übernimmt das Energiemanagement und bewertet permanent, ob es für ALDI SÜD günstiger ist, den Solarstrom direkt zu verbrauchen, im Speicher zu parken oder dem Energiemarkt zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch die gesamtheitliche Visualisierung der Lastgänge der drei Erzeugungsanlagen und Speicher. Parallel dazu wertet das System die Energieflüsse von sieben weiteren ALDI SÜD Filialen und einem ALDI SÜD Logistikzentrum mit Solaranlagen aus. Mithilfe eines in einem EnBW-Forschungsprojekt entwickelten Algorithmus berechnet es, wann der selbst erzeugte Strom am besten genutzt, gespeichert oder verbraucht werden sollte.

"Wir verfolgen bei ALDI SÜD eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie und setzen seit Jahren auf selbst erzeugten Grünstrom. Mehr als 1200 unserer 1870 Filialen sind mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet" erklärt Florian Kempf. "Bereits heute verbrauchen wir rund 80 Prozent unseres Fotovoltaikstroms selbst. Mit der Installation des Batteriespeichers können wir unsere Eigenverbrauchsquote noch weiter steigern."

Die Testphase mit drei Filialen der ALDI SÜD Regionalgesellschaft Mörfelden dauert bis Ende Januar 2018. "Unser Ziel ist es, dass unsere Kunden von der Energiewende profitieren. Am Ende des Praxistests können wir zeigen, wie groß das Potenzial von Solaranlagen in Kombination mit Speichern ist, wenn wir sie zu virtuellen Kraftwerken verbinden. Die intelligente Vernetzung dezentraler Erzeugung und das Management komplexer Energieströme sind für uns Schlüssel für die Energiewelt von morgen", erläutert Timo Sillober, Leiter Vertrieb und Produktmanagement bei der EnBW.

Quelle: Unternehmensgruppe ALDI SÜD (ots)

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