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Agrarökologe Hauser: Europas Landwirtschaft muss ihren ökologischen Fußabdruck verringern

Archivmeldung vom 08.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Der Wiener Agrarökologe Michael Hauser fordert eine weltweite Agrarwende. Die Welternährung lasse sich nur sichern, "wenn wir unsere Konsummuster in Bezug auf Nahrungsmittel, Futtermittel und Energiepflanzen den Kriterien der Nachhaltigkeit unterordnen", sagte Hauser im Interview mit der Tageszeitung "neues deutschland".

Die europäische Landwirtschaft müsse ihren ökologischen Fußabdruck verringern, was nur durch "eine umfassende Agrarwende vom Acker bis zum Teller" zu erreichen sei, so der Leiter des "Centre for Development Research" an der Universität für Bodenkultur Wien. Nach Hausers Ansicht ließen sich "allein 30 bis 40 Prozent des künftigen Mehrbedarfs an Nahrungsmitteln durch die Reduktion von Vor- und Nachernteverlusten erbringen". Wer glaube, gentechnisch veränderte Organismen seien die Lösung für den Welthunger, verkenne die systemische Natur dieses Phänomens, das ein Resultat komplizierter wirtschaftlicher, politischer und sozialer Verstrickungen sei. Export-Subventionen der OECD-Staaten, so der Wissenschaftler, gehörten dringend abgeschafft.

Quelle: neues deutschland (ots)

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