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Castor- und Atommüll-Desaster

Archivmeldung vom 06.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Verladung eines Castor-Behälters im März 2001
Verladung eines Castor-Behälters im März 2001

Foto: Dennis140
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach dem Besuch von Umweltministerin Hendricks im Wendland und nach den jüngsten Informationen über Pfusch bei der Produktion von Castor-Atommüllbehältern hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erneut die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen gefordert. "Die weitere Produktion von Atommüll muss unverzüglich gestoppt werden", fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Bei ihrem ersten Besuch im Wendland hat Umweltministerin Hendricks am Donnerstag (4. September) Forderungen nach der sofortigen Stilllegung aller Atomkraftwerke abgelehnt. Die Unterstützung des AKW-Weiterbetriebs seitens der Umweltministerin ist für den BBU nicht akzeptabel. Gerade im Wendland mit dem Atomüll-Standort Gorleben hätte die Ministerin erkennen müssen, dass es mit der ständigen Neuproduktion von Atommüll nicht weiter gehen darf.

Dass weder Regierungen noch die Industrie das Atommüllproblem im Griff haben, verdeutlichen die neuen Informationen über Materialfehler bei fast 50 Castor-Atommüll-Behälter. Die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Benutzung von 44 Castorbehältern untersagt. Behälterteile "seien nicht ordnungsgemäß geprüft worden, heißt es in einem Schreiben der BAM an die Essener Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)".

http://www.sueddeutsche.de/politik/atommuell-rueckruf-fuer-castoren-1.2116379.

Der BBU betont, dass die "Rückrufaktion" für Castorbehälter in das Gesamtbild der desolaten Atompolitik passt. "Atommülldesaster in der Asse, rostige Atommüllbehälter, ständige Atommüllproduktion ohne Endlagermöglichkeit und jetzt der aufgedeckte Pfusch bei Castorbehältern. Was muss noch alles passieren, bis die Bundesregierung dem haltlosen Treiben der Atomindustrie ein Ende setzt?", fragt sich Udo Buchholz. Das langjährige BBU-Vorstandsmitglied Buchholz kennt das Atommülldilemma aus eigener Anschauung. Er wohnt in der Nachbarschaft der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau. Dort lagert hochgefährliches Uranhexafluorid unter dem freien Himmel. "Weder die Uranfabrik noch die Urancontainer im Freilager sind gegen einen Flugzeugabsturz gesichert", kritisiert Buchholz.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird weiterhin mit Nachdruck gegen die Schlampereien im Umgang mit Atommüll und für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und Atomkraftwerke demonstrieren. Vom 13. September – 31. Oktober wird es dazu eine bundesweite Kampagne mit Informationsveranstaltungen und Protestaktionen geben. Auch der BBU ruft zur Unterstützung der Kampagne und zur Teilnahme an den geplanten Aktionen auf. Informationen zur Kampagne unter http://ag-schacht-konrad.de

Quelle: BBU

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