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Tierrechtsgruppen fordern: Umweltfestival soll vegan werden

Archivmeldung vom 28.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: JoHav / pixelio.de
Bild: JoHav / pixelio.de

Tierrechtsgruppen kritisieren in einem offenen Brief den Verkauf von Tierprodukten auf dem Berliner Umweltfestival. In Zukunft sollten ausschließlich pflanzlichen Produkte verkauft werden und keine Bratwürste aus Fleisch. Zuletzt hat das Umweltfestival im Juni 2019 stattgefunden, seit wenigen Tagen ist die Anmeldung für 2020 möglich.

Die Gruppen und Organisationen verweisen auf den ökologischen Schaden, den die Produktion tierischer Nahrungsmittel verursacht. So ist die Tierhaltung für bis zur Hälfte aller Treibhausgase verantwortlich. Die Produktion tierischer Produkte verbraucht zudem ein Vielfaches an Land und Wasser verglichen mit pflanzlichen Nahrungsmitteln. "Es ist inakzeptabel, dass gerade auf einem Festival, das sich dem Umweltschutz verschrieben hat, tierische Produkte verkauft werden", heißt es in dem offenen Brief.

Auf dem Umweltfestival werden zudem Tiere, etwa Schweine, in Gehegen zur Schau gestellt. Auch dies kritisieren die Unterzeichnenden des offenen Briefes: "Das täuschte die Besucher_innen über die tatsächlichen Lebensbedingungen von Schweinen in der Biohaltung." Denn die Tiere hätten in den gezeigten Gehegen viel mehr Platz, als in der Biohaltung üblich. Das Platzangebot in der "biologischen" Tierhaltung unterscheide sich tatsächlich nur geringfügig von dem in der konventionellen Tierhaltung. Zudem würden die Tiere durch die Zurschaustellung zu Objekten degradiert.

Bereits vor dem Umweltfestival 2019 hatten sich die "Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg" vom Umweltfestival zurückgezogen. Die Organisation "Aktiver Tierschutz Berlin" hatte einen Stand außerhalb des Festivals angemeldet. Ein offener Brief der "Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg" an die Veranstalterin "GRÜNE LIGA" vom Mai 2019 blieb unbeantwortet. Die unterzeichnenden Gruppen würdigen das Umweltfestival trotz ihrer Kritik grundsätzlich. In dem offenen Brief bieten sie ihre Unterstützung bei der Erarbeitung eines veganen Konzepts an.

Das Umweltfestival findet jedes Jahr am ersten Samstag im Juni am Brandenburger Tor statt. Laut eigenen Angaben zieht es jährlich 70.000 Besucher und Besucherinnen an und beschreibt sich als "Europas größte ökologische Erlebnismeile". Der offene Brief wurde von Berlin-Vegan initiiert, einer Gruppe von ehrenamtlich tätigen Personen, die sich für Tierrechte und die vegane Lebensweise engagiert.

Offener Brief https://www.berlin-vegan.de/2020/01/offener-brief-an-die-grune-liga

Quelle: Berlin-Vegan (ots)

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