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Klima-Forschung: Antarktis war schon mehrmals eisfrei

Archivmeldung vom 31.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karte der Antarktis mit dem Südpol
Karte der Antarktis mit dem Südpol

Foto: Hardscarf
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Dass das Eis der Antarktis schmilzt, ist erdgeschichtlich gesehen nichts Neues: Vor über 20 Millionen Jahren war das Eis am Südpol zwischendurch schon mal ganz weg, wie das Fachportal „PNAS“ berichtet.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" meldet weiter: "Forscher aus den USA haben Ablagerungen vom Grund des Südatlantiks untersucht und dabei festgestellt, dass das Eis der Antarktis vor über 26 Millionen Jahren mal gänzlich schmolz, mal wiederaufkam. Die heute verfügbaren Erkenntnisse zum CO2-Gehalt in der damaligen Atmosphäre liefern keine Erklärung für dieses Phänomen, wie das Portal schreibt.

Die Wissenschaftler haben Sauerstoffisotope aus den Meeresgrundablagerungen untersucht. Deren Gehalt unterscheidet sich, je nachdem, ob sie im Süß- oder Salzwasser vorkommen. Deshalb hatte die Eisschmelze in der Antarktis Schwankungen in der Konzentration der Sauerstoffisotope am Meeresgrund verursacht. Aus diesen Schwankungen haben die Forscher nun ermittelt, wie viel Antarktiseis vor über 26 Millionen Jahren geschmolzen war. Demnach war die Eisdecke am Südpol zu jener Zeit zu 85 bis nahezu 100 Prozent verschwunden, wie das Portal schreibt. Diese eisfreien Perioden dauerten jeweils mehrere hunderttausend Jahre.

Vor 23 Millionen Jahren änderte sich die Lage jedoch: Der Zeitraum zwischen der Eisschmelze und der Eiszunahme betrug nun lediglich 110.000 Jahre – ein sehr kurzer Zeitraum für derart starke Veränderungen. Besonders auffällig hierbei ist jedoch, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre in derselben Periode nur unwesentlich schwankte. Laut dem Portal ziehen die US-Forscher aber auch in Betracht, dass in den bisherigen Arbeiten zu diesem Thema irgendetwas nicht berücksichtigt wurde.

Die neuen Daten über das Anwachsen und das Schmelzen der Eisdecke in der Antarktis sind den Forschern zufolge sehr wichtig, denn im Unterschied zur Eisdecke am Nordpol führt ihr Schmelzen zu einem merklichen Ansteigen des Meeresspiegels. Derzeit ist demnach der Schluss möglich, dass die Eisschmelze an den Polen auch bei einem CO2-Gehalt in der Atmosphäre eintreten kann, der sich von dem heutigen oder dem zum Jahr 2100 möglichen nicht wesentlich unterscheidet."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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