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Wenn Hunde Menschen helfen

Archivmeldung vom 26.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ein junger Labrador Retriever erlernt das Führen einer blinden Person
Ein junger Labrador Retriever erlernt das Führen einer blinden Person

Foto: Honza Groh
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN hebt anlässlich des heutigen Tag des Blindenhundes die Wichtigkeit dieser außergewöhnlichen Hunde hervor. Sie sind wichtige Begleiter für blinde oder stark sehbehinderte Menschen. Aufgrund ihrer Spezialausbildung sind sie imstande, ihre Menschen gefahrlos durch den Alltag zu führen und ihnen zu mehr Mobilität zu verhelfen.

Heimtierexpertin Sarah Ross von VIER PFOTEN sagt: „Ein Blindenführhund muss über einen ruhigen, gelassenen und friedfertigen Charakter verfügen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Je nach Halter wird der passende Hund anhand seiner Größe, Temperament und Stärke genauestens ausgewählt. Ein unruhiger, zu schneller oder gar jagdorientierter Hund kann sonst sehr schnell zu einer Überforderung oder gar zur Gefahr für den Menschen werden.“

Ausbildung zum Blindenführhund

Die Ausbildung des Hundes beginnt im Alter von ungefähr einem Jahr und dauert etwa acht Monate. Sie wird von einem erfahrenen Hundetrainer durchgeführt. Während der Ausbildung lernt der Hund, im Führgeschirr zu laufen und seinen Halter auf Hindernisse aufmerksam zu machen bzw. ihn um Hindernisse, wie Treppenabsätze, Bordsteine und Laternenpfähle, herum zu führen. Hörzeichen wie „links“, „rechts“, „geradeaus“ und vieles mehr lernt der Führhund gewöhnlich in Verbindung im Rahmen positiver Verstärkung und ohne Unterdrückung seines natürlichen Verhaltens. So auch die „intelligente Verweigerung“. Diese kommt zum Tragen, wenn sich der Hundehalter in gefährliche Situationen zu begeben droht. Ein widerrechtlich auf dem Gehweg parkendes Auto gehört zum Beispiel dazu.

Der Blindenführhund wird am Ende seiner Ausbildung in der Lage sein, seinen Menschen sicher und zuverlässig durch den Alltag zu begleiten und zu führen. Ablenkungen durch andere Tiere, Menschen oder Geräusche wird er ausblenden können und dadurch für seinen Menschen ein verlässlicher Begleiter sein.

Der Blindenhund ist nach dem Sozialgesetzbuch ein „Hilfsmittel“ und wird unter Vorlage eines ärztlichen Rezeptes von den Krankenkassen finanziert.

Quelle: VIER PFOTEN