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Ausbau der Windenergie kommt fast zum Erliegen

Freigeschaltet am 23.07.2019 um 07:09 durch Andre Ott
Horizontale Windkraftanlagen (WKA): Alleine für deren Bau werden ganze Wälder gerodet. Abseits davon töten diese Vögel und lärmen mit Infraschall (Symbolbild)
Horizontale Windkraftanlagen (WKA): Alleine für deren Bau werden ganze Wälder gerodet. Abseits davon töten diese Vögel und lärmen mit Infraschall (Symbolbild)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Grün gegen Grün - Wenn für Windräder Wald gerodet wird " / Eigenes Werk

Der Ausbau der Windkraft in Deutschland ist laut Bundesverband Windenergie fast zum Erliegen gekommen. "Es gibt einen dramatischen Einbruch beim Bau neuer Anlagen", sagt Verbandssprecher Christoph Zipf der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Eine Auswertung der Zahlen der Bundesnetzagentur durch das "Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien" ergibt folgendes Bild: Von Januar bis Mitte Juli 2019 wurden in Deutschland lediglich 97 neue Anlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 323,5 Megawatt neu installiert. In einigen Bundesländern wie Sachsen und Hessen kam in diesem Jahr bisher nicht ein Windrad ans Netz. In Sachsen-Anhalt wurden von Januar bis Mitte Juli 2019 lediglich 14 Windräder aufgebaut. "100 Anlagen wurden früher jährlich in einzelnen Ländern wie Sachsen-Anhalt errichtet", erläutert Zipf.

Nach Angaben des Windenergieverbandes gibt es mehrere Gründe für den Einbruch: neue Förderbedingungen, Klagen und einen Flächenengpass. Anfang 2017 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundlegend reformiert. Die Projekte werden nun ausgeschrieben. "Bei den Behörden gibt es nun einen Genehmigungsstau", erläutert Verbandssprecher Zipf. Einige Projekte wurden auch aufgegeben, weil sie keine Genehmigung erhalten. Nach Angaben des Verbandes blockieren vermehrt auch Umwelt- und Naturschützer neue Anlagen. "300 Anlagen in Deutschland werden beklagt", so Zipf. Der mit Abstand häufigste Klagegrund sei der Natur- und Artenschutz. Zu 60 Prozent seien in diesen Fällen Umweltverbände der Kläger.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)


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