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Neuer softer Robo-Aal erobert Unterwasserwelt

Archivmeldung vom 03.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Neuer Roboter-Aal: Er stört Meeresbewohner in Umgebung nicht. Bild: ucsd.edu
Neuer Roboter-Aal: Er stört Meeresbewohner in Umgebung nicht. Bild: ucsd.edu

Forscher der University of California San Diego haben einen aalartigen Roboter entwickelt, der für seine Fortbewegung weiche, künstliche Muskeln nutzt. Die elektrische Ladung erfolgt mithilfe des Salzwassers rundherum, welches die Muskeln aufnehmen. "Die Lademodule befinden sich außerhalb des Wasserroboters. Die Stromstärke ist jedoch für das Unterwasserleben im Umfeld unbedenklich", heißt es in dem Paper.

Viele nützliche Anwendungen

"Aktuatoren nach biologischen Vorbildern haben gegenüber mechanischen Realisierungen meist den entscheidenden Vorteil, dass sie physisch sicher gegenüber ihrer Umgebung eingesetzt werden können", so Mathias Brandstötter von ROBOTICS - Institut für Robotik und Mechatronik der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft gegenüber pressetext. In der flexiblen Ausgestaltung und den sparsamen Antriebskonzepten stecke sehr viel Potential für zukünftige Anwendungen.

Laut dem US-Team handelt es sich bei dem Robo-Aal um den weichsten Unterwasserroboter, der bis dato entwickelt worden ist. Somit bleiben Unterwasserstrukturen in der Umgebung - wie zum Beispiel Korallenriffe und die Tierwelt - unversehrt. Die Forscher haben ihren Roboter in einem Meerwasseraquarium mit Korallen, Fischen und Quallen getestet. Der Aal-Bot ist mit einer Elektronikplatine verbunden, die auf der Wasseroberfläche treibt.

Design noch in der Entwicklung

Die Forscher planen jedoch eine Version, die nicht an externe Teile gebunden ist. Eine Art Kopfstück soll dann die Sensoren für das Sammeln von Daten beherbergen. Nächste Schritte bestehen zudem in einer Optimierung des Designs, die ein auf Gewichten basierendes System inkludiert. Dadurch werden auch tiefere Tauchgänge möglich. Künftig könnte der Roboter wertvolle Einblicke in Untiefen des Meeres und seiner Bewohner geben.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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