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Großaktionen gegen Uranindustrie

Archivmeldung vom 02.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Urananreicherungsanlage Gronau Bild: urenco.com
Urananreicherungsanlage Gronau Bild: urenco.com

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch in Münster haben Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen für die kommenden Wochen zwei Großaktionen gegen die international relevante Uranindustrie in Deutschland angekündigt. Ganz besonders im Visier sind dabei die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen sowie die zahllosen Urantransporte von und zu den beiden Atomanlagen.

1. Am jetzigen Samstag, 4. Februar, findet ab 10 Uhr am Institut für Soziologie, Scharnhorststr. 121, in Münster eine Internationale Urankonferenz mit TeilnehmerInnen aus mehreren europäischen Ländern statt. Im Fokus stehen dabei neben der Urananreicherung und der Brennelementefertigung auch der weltweite Uranabbau und der Einsatz von Uranmunition: www.urankonferenz2012.de

2. Am 11. März beginnt am 1. Fukushima-Jahrestag im Rahmen eines internationalen Protesttags um 13 Uhr am Bahnhof in Gronau eine Großdemonstration zur Urananreicherungsanlage Gronau: www.fukushima-jahrestag.de

Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz forderte von der Bundesregierung sowie von den Landesregierungen NRW und Niedersachsen die sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Gronau und Lingen: „Wer in Deutschland aus der Atomenergie aussteigen will, darf nicht den Uranbrennstoff für jedes 10. AKW weltweit exportieren. Die Uranreicherung und Brennelementefertigung müssen in Deutschland gestoppt und verboten werden.“ Außerdem prangerte er den Neubau einer Uranmüllhalle in Gronau an.

Michael Harengerd vom BUND Nordrhein-Westfalen griff vor allem die Landesregierung NRW direkt an: „Es ist skandalös, dass ausgerechnet eine rot-grüne Landesregierung bislang so tut, als gingen sie die Urananreicherungsanlage Gronau und die zahlreichen Atomtransporte quer durch NRW und ins Zwischenlager Ahaus nichts an.“ Aktiver Widerstand sehe anders aus, so Harengerd weiter.

Wolfgang Wiemers vom Umweltforum Münster forderte von den durch die Urantransporte unmittelbar betroffenen Kommunen im Münsterland und darüber hinaus mehr Engagement: „Es wird dringend Zeit, ein überregionales Städte-Bündnis gegen Urantransporte zu gründen, damit der politische Druck auf EON, RWE, Urenco und AREVA sowie auf die Bundes- und Landesregierungen steigt, die Urantransporte endlich einzustellen,“ so Wiemers.

„Mit der Internationalen Urankonferenz in Münster und der Fukushima-Großdemo in Gronau wollen wir daran erinnern, dass der Atomausstieg in Deutschland auf halbem Wege steckengeblieben ist. Offiziell dürfen die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen unbegrenzt weiterlaufen – das ist nicht akzeptabel! Die Anti-Atom-Bewegung wird deshalb in Zukunft verstärkt gegen die beiden Atomanlagen vorgehen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Quelle: BBU

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