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Trotz 1,1 Millionen Unterschriften: EU-Kommission will Tierversuche nicht verbieten

Archivmeldung vom 05.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Die EU-Bürgerinitiative Stop Vivisection hatte innerhalb eines Jahres 1,17 Millionen Unterschriften gesammelt, mit dem Ziel, die aktuelle Tierversuchsrichtlinie zu erneuern und Tierversuche zu verbieten. Die EU-Kommission lehnte dieses Ersuchen nun ab. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche zeigt sich enttäuscht.

Die EU-Kommission sei überzeugt, dass alle Tierversuche in Europa beendet werden sollen, heißt es in ihrer Pressmitteilung, allerdings noch nicht jetzt. Als Reaktion auf die Bürgerinitiative will die EU-Kommission „eine Reihe von Maßnahmen einleiten, um die Aufnahme und Anwendung alternativer Methoden zu beschleunigen“, heißt es in der Meldung weiter.

Für die Ärzte gegen Tierversuche sind das Lippenbekenntnisse. „Die derzeitige EU-Tierversuchsrichtlinie verwaltet Tierversuche, ist aber weit davon entfernt, sie zu verhindern“, erläutert Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärztevereinigung. „Es bestand die Hoffnung, dass die Richtlinie aufgrund der Bürgerinitiative wenigstens etwas im Sinne der Tiere nachgebessert wird“, so die Tierärztin weiter. Die Ärzte gegen Tierversuche werden die Kommission beim Wort nehmen und auf die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen drängen.

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

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