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USA: Großer Stromausfall durch Kälteeinbruch bringt Tieren den Tod

Archivmeldung vom 18.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Junge Schimpansen beim Verspeisen ihrer "Beute" nach einer Fütterung. Auch gemeinsam erlangte Ressourcen werden von zwei Schimpansen nur selten geteilt. Bild: Felix Warneken
Junge Schimpansen beim Verspeisen ihrer "Beute" nach einer Fütterung. Auch gemeinsam erlangte Ressourcen werden von zwei Schimpansen nur selten geteilt. Bild: Felix Warneken

In dem von niedrigen Temperaturen und den damit verbundenen Stromausfällen am schwersten betroffenen US-amerikanischen Bundesstaat Texas sind nicht nur Menschen, sondern auch mindestens zwölf Tiere gestorben. Das folgt aus einer Mitteilung der gemeinnützigen Einrichtung Primarily Primates in San Antonio am Mittwoch (Ortszeit).

Beim russischen online Magazin " SNA News " ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "Demnach befanden sich auf einem Gnadenhof ein Schimpanse, Lemuren und verschiedene andere Affenarten. Nach dem Stromausfall am frühen Montagmorgen versuchten die Mitarbeiter des Gnadenhofs mit einer Gesamtfläche von rund 280 Quadratmetern zuerst, die Tiere mithilfe von Generatoren, Heizungen und Decken warm zu halten.

Als die Temperaturen mit Einbruch der Nacht erneut sanken, begannen die Helfer, einige der Hunderten Tiere andernorts in Sicherheit zu bringen.

„Ich habe noch nie vor einer solchen Entscheidung gestanden“, sagte Geschäftsführerin Brooke Chavez gegenüber der lokalen Zeitung „San Antonio Express-News“.

„Je nachdem, welche Tiere wir fangen können, müssen wir entscheiden, wen wir retten können.“

Als zwölf Mitarbeiter und Freiwillige begannen, Tiere in einem Transportwagen unterzubringen, um sie in den San Antonio Zoo und einen anderen Ort in der Nähe der Grenze zu Oklahoma zu transportieren, fanden sie auf dem Gelände einige bereits tote Tiere. Unter den Toten seien ein Schimpanse, mehrere Affen, einige Lemuren und mehrere tropische Vögel gewesen.

„Ich hätte nie gedacht, dass sich mein Büro in eine Leichenkammer verwandeln würde, aber das ist nun passiert“, so Chavez.

Kälteeinbruch in USA fordert 21 Todesopfer

Im Zusammenhang mit den historisch niedrigen Temperaturen und dem Wintersturm in den US-Bundesstaaten Texas, Louisiana, Kentucky und Missouri waren laut Angaben der Agentur Reuters mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.

Wegen der Kälte stünden demzufolge viele Windkraftanlagen im Westen von Texas still. Auch Ölraffinerien mussten ihren Betrieb einstellen. Die Produktion auf dem US-weit größten Ölfeld, Permian, wurde gedrosselt.

Millionen Menschen hatten keinen Strom. Nur in Texas kam es zu mehr als 4,4 Millionen Stromausfällen. Laut dem Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, bleiben 1,3 Millionen Menschen ohne Strom. Das außergewöhnlich kalte Wetter soll mindestens bis zum Wochenende andauern. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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