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Verwendung von fluorierten Treibhausgasen im Jahr 2015 leicht gestiegen

Archivmeldung vom 13.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Im Jahr 2015 wurden von Unternehmen in Deutschland 9 347 Tonnen Fluorkohlenwasserstoffe (F-Gase) verarbeitet, die als klimawirksame Treibhausgase eingestuft werden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die verwendete Menge mit rund + 72 Tonnen oder + 0,8 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Treibhausgase tragen zur Klimaveränderung bei und nehmen Einfluss auf die Erderwärmung.

Der klimawirksame Einfluss dieser Stoffe tritt erst auf, wenn sie in die Atmosphäre freigesetzt werden. Daher bezeichnet man diese Stoffe auch als potenziell klimarelevant. Der Einfluss der einzelnen Treibhausgase auf die Klimaveränderung ist unterschiedlich hoch. Als Bezugsgröße dient die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO2) mit einem Erwärmungspotenzial ("Global Warming Potential", kurz: GWP) von 1. Das in Deutschland am häufigsten verwendete Kältemittel R 134a (Tetrafluorethan) trägt zum Beispiel in einem Zeithorizont von 100 Jahren 1 430 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2.

Die Gesamtemissionen von klimawirksamen Gasen in Deutschland beliefen sich nach Berechnungen des Umweltbundesamtes im Jahr 2014 auf rund 902 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Der Anteil der Fluorkohlenwasserstoffe an den Gesamtemissionen betrug 11,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente oder rund 1,2 %.

Die Europäische Union hat in einer Verordnung, die Anfang 2015 in Kraft getreten ist, geregelt, dass die Verwendung von klimawirksamen Fluorkohlenwasserstoffen bis 2030 um rund 80 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2012 verringert werden muss. Darüber hinaus hat die internationale Gemeinschaft mit den Beschlüssen von Paris im Dezember 2015 sowie jüngst in Kigali (Ruanda) und Marrakesch (Marokko) weitergehende Einschränkungen der Verwendung von klimawirksamen Gasen vereinbart, um die weitere Erwärmung der Erdatmosphäre zu begrenzen.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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