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WDR Fernsehen: Bundesumweltministerium fordert Aufklärung über niederländische Fracking-Pläne

Archivmeldung vom 30.05.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.05.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Aufruf zu einer Anti-Fracking-Demonstration im Oktober 2012 in der Stadt Vitoria-Gasteiz im spanischen Baskenland.
Aufruf zu einer Anti-Fracking-Demonstration im Oktober 2012 in der Stadt Vitoria-Gasteiz im spanischen Baskenland.

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Bundesumweltministerium fordert von den Niederlanden Aufklärung über die Pläne, Schiefergas durch Fracking zu gewinnen. Auf Anfrage der "Aktuellen Stunde", (18.50 - 19.30 h), im WDR Fernsehen erklärte ein Ministeriumssprecher: "Wir erwarten von den Niederlanden, dass sie nun eine Strategische Umweltprüfung (SUP) und eine Verträglichkeitsprüfung gemäß der Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), durchführen, um die Umweltauswirkungen einer Schiefergasgewinnung mittels Fracking zu untersuchen."

Bei diesen Prüfungen müsse auch die Öffentlichkeit im deutschen Grenzgebiet in Nordrhein-Westfalen informiert und beteiligt werden.

Damit springt das Bundesumweltministerium der NRW-Politik zur Seite: Diese beklagt, über die Fracking-Pläne der Niederländer im Grenzgebiet zu Deutschland nur unzureichend informiert worden zu sein.

Niederlande planen Fracking an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen

Ab 2015 könnte in den Niederlanden die umstrittene Gas-Fördermethode Fracking entlang der Grenze zu Nordrhein-Westfalen erlaubt sein. Das geht aus dem Entwurf für eine "Strukturvision Schiefergas" des niederländischen Wirtschaftsministeriums hervor, der der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorliegt. In dem Papier geht die niederländische Regierung von großen Schiefergasvorkommen in weiten Teilen des Landes aus, dazu gehören auch Teile der Provinzen Limburg, Nord-Brabant und Gelderland. Die nordrhein-westfälische Landesregierung reagierte überrascht auf den niederländischen Vorstoß. Regierungssprecher Thomas Breustedt erklärte auf Anfrage der Rheinischen Post: "Bislang hat das niederländische Wirtschaftsministerium der Staatskanzlei weder konkrete Unterlagen zu ihrer Planung noch eine Information zur Einleitung des Abstimmungsprozesses im Rahmen der Umweltprüfung übermittelt. Die Staatskanzlei hat das niederländische Wirtschaftsministerium unmittelbar um Informationen zu dem Stand des Beteiligungsverfahrens zur Umweltprüfung gebeten." Im Laufe des Jahres soll eine Umweltverträglichkeits-Prüfung über Methoden und Risiken aufklären. Anfang 2015 steht im niederländischen Parlament die Entscheidung an, Probebohrungen und Fracking zuzulassen. Beim Fracking werden unter hohem Druck und mittels Einsatz von Wasser und Chemikalien Risse in Gesteinsschichten gesprengt, um an bisher nicht zugängliche Gasvorräte in einer Tiefe von 1000 bis 5000 Meter zu gelangen.

Quelle: WDR Westdeutscher Rundfunk - Rheinische Post (ots)

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