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Japan besticht angeblich Länder in Walfang-Entscheidung durch Geld und Prostituierte

Archivmeldung vom 14.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: de.wikipedia.org
Bild: de.wikipedia.org

Japan soll angeblich mehrere afrikanische, pazifische und karibische Nationen mit Geld und Prostituierten bestochen haben, um die Entscheidung der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu beeinflussen. Das entdeckten Undercover-Reporter der britischen Zeitschrift "Sunday Times", als sie auf die gleiche Weise versuchten, die Entscheidung der sechs Länder gegenteilig zu beeinflussen, wobei sie sich als Beauftragte eines reichen Anti-Walfang-Lobbyisten ausgegeben hatten.

In diesem Monat soll die IWC eine Entscheidung über die Zukunft des seit 1986 gültigen Moratoriums treffen, durch welches die erlaubte Walfangquote auf Null gesetzt wurde. Ausgenommen hiervon ist nur der Walfang indigener Völker und zu solcher zu wissenschaftlichen Zwecken. Einspruch hatten bei der damaligen Entscheidung Japan und Norwegen erhoben. Bei der nun anfallenden Wahl will Japan das Moratorium auflösen und die Fangquote anheben. Dafür wurden den verantwortlichen Ministern von sechs kleinen Ländern finanzielle Staatshilfen, direkte Gelder an die Fischereiminister und eine Übernahme der Kosten am IWC-Treffen angeboten. Der IWC-Beauftrage Tansanias erwähnte auch das Angebot von Call-Girls. Mehrere der bestochenen Länder haben nicht einmal Zugang zum Meer oder nur zu einem nicht von Walen bevölkertem Gebiet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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