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Nitrat im Grundwasser: EU-Kommission fordert noch strengere Verschärfungen

Archivmeldung vom 23.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Selbstfahrender Schleppschlauch-Ausbringer für Gülle (Symbolbild)
Selbstfahrender Schleppschlauch-Ausbringer für Gülle (Symbolbild)

Foto: An-d
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bauern in Deutschland müssen sich auf noch weitgehendere Einschränkungen bei der Düngung einstellen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, hat die EU-Kommission die von der Bundesregierung angekündigte Verschärfungen der gerade erst reformierten Düngeverordnung als unzureichend zurückgewiesen.

Das bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium dem Blatt. Demnach hält die Kommission zum Grundwasserschutz weitere zeitliche Beschränkungen beim Düngen für notwendig. Die Bundesregierung prüft derzeit, wie sich die Anforderungen aus Brüssel umsetzen lassen.

Gelingt es nicht, die Kommission zu überzeugen, drohen Strafzahlungen in sechsstelliger Höhe - pro Tag. Deutschland war zuvor wegen mangelhaften Grundwasserschutzes vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden. Hintergrund sind zu hohe Nitratwerte im Grundwasser. Der Stoff gelangt beim Düngen in die Umwelt und ist potenziell schädlich für Mensch und Natur. Schon vor der Verurteilung war die Düngeverordnung reformiert worden. Die Kommission hielt diese Reform aber für nicht ausreichend. Deutschlang legte mit Verbesserungsvorschlägen nach. Eben diese wurden jetzt zurückgewiesen.

Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff kritisierte in der "NOZ", die Union schütze "die Interessen weniger Schweinehalter und lässt die bäuerliche Mehrheit im Regen stehen". Gerade kleine Betriebe seien von den weiteren Verschärfungen betroffen. "Den Schaden tragen die Umwelt und die Betriebe, die schon immer umweltgerecht gearbeitet haben", so Ostendorff.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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