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Immer mehr Tiere, immer weniger Geld: Tierschutzbund fordert Hilfsfonds für Tierheime

Archivmeldung vom 09.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Klaus Steves / pixelio.de
Bild: Klaus Steves / pixelio.de

Vielen Tierheimen in Deutschland droht nach Einschätzung des Tierschutzbundes der Corona-Kollaps. Verbandspräsident Thomas Schröder sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Lage der Tierheime ist dramatisch: Es werden zwar weiter Tiere aufgenommen, aber fast keine mehr vermittelt. Das verursacht höhere Kosten bei zugleich zurückgehenden Spenden oder sonstigen Einnahmen."

So fielen zahlreiche Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit aus, bei denen die Tierheime Einnahmen generieren konnten. Schröder rief Bund und Länder angesichts der Situation zu Finanzhilfen für Tierheime, Gnadenhöfe und vergleichbare Einrichtungen auf. Die meisten Einrichtungen könnten noch ein oder zwei Monate durchhalten, danach seien die Finanzreserven aufgebraucht. "Darauf müssen wir jetzt reagieren, bevor wir den Zusammenbruch des praktischen Tierschutzes nicht mehr aufhalten können", sagte Schröder. Der Verbandspräsident forderte daher die sofortige Einrichtung eines Hilfsfonds durch Bund und Länder: "Ein rückzahlungsfreier Sondertopf in Höhe von mindestens 65 Millionen Euro könnte - Stand jetzt - die schlimmsten Corona-Nebenwirkungen abfedern und den Tierschützern auch Perspektive und Hoffnung geben."

Problematisch sei auch die Arbeitsbelastung in vielen der mehr als 550 Tierheimen und vergleichbaren Einrichtungen. "Personal war immer schon knapp, und jetzt fehlen vielerorts ehrenamtliche Helfer, die beispielsweise mit Hunden Gassi gehen", so Schröder. Die Aufgaben für das Personal stiegen dadurch, und Kurzarbeit sei in der Tierpflege keine Option. "Es darf keine Frage sein, auch Tierpfleger sind systemrelevant", so Schröder.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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