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Bundesamt für Strahlenschutz verfüllt nicht mehr genutzten Bereich der Asse mit Beton

Archivmeldung vom 08.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat gestern damit begonnen, einen Bereich der Asse zu verfüllen, in dem keine radioaktiven Abfälle lagern und der nicht mehr genutzt wird. Dabei werden ausschließlich Hohlräume unterhalb der Einlagerungskammern und in 850 Meter Tiefe mit einem speziellen Beton (sogenannter Sorel-Beton) verfüllt.

Ziel ist es, offene Hohlräume zu schließen. Die notwendigen Genehmigungen für diese Arbeiten liegen vor. Diese Arbeiten beeinträchtigen keine der Stilllegungsoptionen, die derzeit untersucht werden.

Der frühere Betreiber hatte die Verfüllung der Hohlräume in 850 Meter Tiefe mit lockerem Salz und Flüssigkeit - einem sogenannten "Schutzfluid" - vorgesehen. Das BfS wird nun eine Verfüllung des Resthohlraums mit Sorelbeton vornehmen. Sorelbeton ist quellfähig und härtet schnell aus. Damit sollen offene Hohlräume reduziert und somit ein Beitrag zur Stabilisierung des Bergwerks geleistet werden.

Dem Beton werden als weitere Komponente Zutrittswässer beigefügt, die aus dem umliegenden Gebirge in die Asse zufließen. Bei den verwendeten Wässern handelt es sich um Lösungen, die aufgrund der Selbstverpflichtung des BfS nicht an das Bergwerk Mariaglück abgegeben werden.

Zur Vorbereitung der Arbeiten wurden vorhandene Pumpanlagen technisch umgerüstet und die Anlagensteuerung erweitert. Die Funktionsfähigkeit dieser Anlagen wird im ersten Schritt überprüft, bevor der Sorelbeton im Regelbetrieb hergestellt und verwendet wird. Zunächst wird ein Hohlraum mit einem Gesamtvolumen von rund 4.000 Kubikmetern verfüllt.

Darüber hinaus plant das BfS ein größeres Programm zur Stabilisierung des Bergwerks ("Firstspaltverfüllung"), bei dem Hohlräume in den Abbaukammern der Südflanke mit Sorelbeton verfüllt werden sollen. Entsprechende Anträge sind beim niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestellt.

Nachdem die in der Einlagerungskammer 7 lagernden Abfälle gegen möglicherweise herabfallende Gesteinsbrocken ("Löserfälle") gesichert wurden, hat das BfS eine Bewertung der Situation in der ebenfalls noch nicht verschlossenen Einlagerungskammer 5 in 750 Meter Tiefe vorgenommen. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Das BfS prüft derzeit, ob eine Abdeckung der Abfälle in der Kammer 5 oder ein Verschluss dieser Einlagerungskammer erforderlich ist.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V.

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